Fahrradbus macht Schulweg für Kinder sicherer und gemeinschaftlicher
Amelie SeidelRadfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Fahrradbus macht Schulweg für Kinder sicherer und gemeinschaftlicher
Ein neues Konzept für sicheres Radfahren zur Schule gewinnt in Deutschland an Fahrt: der Fahrradbus
In Deutschland setzt sich eine neue Idee durch, um Kindern den sicheren Weg zur Schule mit dem Rad zu ermöglichen. Bei sogenannten Fahrradbussen handelt es sich um organisierte Gruppenfahrten, bei denen junge Radfahrer unter Aufsicht von Erwachsenen gemeinsam unterwegs sind. Ursprünglich in Barcelona entstanden, verbreitet sich das Konzept nun in deutschen Städten wie Frankfurt – unterstützt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).
Funktioniert wird wie in einem beweglichen Konvoi: Die begleitenden Erwachsenen fahren außen und schützen so die Kinder, die in der Mitte radeln. Eine Altersgrenze gibt es nicht, sodass sogar Vorschulkinder mit ihren älteren Geschwistern teilnehmen können.
Frankfurt bietet bereits auf drei Strecken Fahrradbusse an, eine vierte Route in Bornheim soll im Frühjahr hinzukommen. Auch in anderen Teilen Hessens bildeten sich im vergangenen Jahr ähnliche Gruppen, und viele werden mit Beginn der wärmeren Jahreszeit wieder starten. Die Initiative hilft Kindern, früh Verkehrssicherheit und motorische Fähigkeiten zu entwickeln – lange bevor sie in der Regel in der vierten Klasse die Radfahrprüfung ablegen.
Doch der Fahrradbus bringt mehr als nur Sicherheit und Bewegung: Er stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Familien und Nachbarn schließen sich an und machen den Schulweg zu einem gemeinsamen Erlebnis. Gerade in Frankfurt, wo sichere Radwege oft fehlen, sind diese Gruppenfahrten für junge Radfahrer besonders wertvoll.
Das Modell des Fahrradbusses breitet sich in ganz Deutschland aus und bietet Kindern eine sicherere Möglichkeit, mit dem Rad zur Schule zu fahren. Mit weiteren geplanten Routen und wachsendem Interesse soll das Projekt dazu beitragen, Radfahrkompetenz und Selbstvertrauen von früh an zu fördern. Schulen und Eltern sehen darin eine praktische Lösung – besonders dort, wo es an sicheren Übungsflächen mangelt.






