07 April 2026, 16:08

Expertenkommission schlägt radikale Gesundheitsreformen gegen drohende Milliardenlücke vor

Plakat mit der Aufschrift "160 Milliarden Euro die Einsparungen, die Steuerzahler durch niedrigere Arzneimittelpreise durch Medicare erzielen werden" mit einem Logo.

Expertenkommission schlägt radikale Gesundheitsreformen gegen drohende Milliardenlücke vor

Eine von der Regierung eingesetzte Expertenkommission hat ein Paket von Gesundheitsreformen vorgelegt, um eine wachsende Finanzkrise zu bewältigen. Ohne Änderungen droht dem System bis 2027 ein Fehlbetrag von 15 Milliarden Euro und bis 2030 von über 40 Milliarden Euro. Der vollständige Bericht ist nun auf der Website des Gesundheitsministeriums abrufbar.

Die Vorschläge der Kommission zielen sowohl auf Ausgabenkürzungen als auch auf neue Einnahmequellen ab. Versicherte und ihre Arbeitgeber sollen im kommenden Jahr 260 Euro mehr zahlen, bis 2030 steigt der Betrag auf 680 Euro. Ärzte, Krankenhäuser und Pharmaunternehmen müssen Einsparungen in Höhe von 19 Milliarden Euro erbringen.

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Für Patienten steigen die Zuzahlungen bei verschreibungspflichtigen Medikamenten, was etwa 4 Milliarden Euro zusätzlich einbringt. Zudem könnte eine verpflichtende Zweitmeinung vor planbaren Knieoperationen die Kosten senken, indem unnötige Eingriffe vermieden werden.

Um zusätzliche Mittel zu generieren, sieht der Plan schrittweise Steuererhöhungen auf Tabak und Alkohol vor. Eine neue Zuckersteuer von 32 Cent auf zuckerhaltige Getränke soll die Einnahmen weiter steigern. Der Bund würde zudem 12 Milliarden Euro an Versicherungsbeiträgen für Grundsicherungsempfänger übernehmen.

Bei vollständiger Umsetzung könnten die Reformen bereits im nächsten Jahr 42 Milliarden Euro einsparen und bis zum Ende des Jahrzehnts 64 Milliarden Euro.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen die Finanzierung des Gesundheitssystems in den nächsten sechs Jahren stabilisieren. Höhere Steuern, strengere Zuzahlungen und neue Effizienzmaßnahmen bilden den Kern des Plans. Nun muss die Regierung entscheiden, welche Empfehlungen sie übernehmen wird.

Quelle