29 June 2026, 18:15

Bundespolizei droht der Totalausfall von Körperkameras ab 2023

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei droht Mangel an Bodycams

Bundespolizei droht der Totalausfall von Körperkameras ab 2023

Deutschlands Bundespolizei droht der Ausfall von Körperkameras

Noch in diesem Jahr könnte der Bundespolizei der Bestand an funktionierenden Körperkameras ausgehen. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung einzustellen – damit stünden Beamte ab 2023 ohne diese wichtige Ausrüstung da. Eine gescheiterte Ausschreibung hat die Lage weiter verschärft und setzt die Behörden unter Zugzwang, schnell eine Lösung zu finden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Gewerkschaft der Polizei wusste bereits vor einem Jahr von den Plänen des Herstellers, sich zurückzuziehen. Dennoch scheiterte die Ausschreibung für 2.500 neue Kameras – mit einer Option auf weitere 1.500 Geräte. Zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus machten das Angebot für Bieter weniger attraktiv.

Die Kameras spielen vor allem an Bahnhöfen eine zentrale Rolle: Ihre Präsenz trägt zur Deeskalation bei und schreckt Gewalt ab. Zudem liefern sie entscheidende Beweismittel in Strafverfahren. Einige Modelle sind sogar mit den Elektroschockgeräten der Beamten vernetzt, was die Einsatzfähigkeit erhöht.

Nun hoffen die Behörden, dass der aktuelle Hersteller die Unterstützung zumindest vorübergehend verlängert. Das würde zwar Millionen kosten, könnte aber einen kompletten Ausfall verhindern. Das Bundesinnenministerium wird aufgefordert, unverzüglich einzugreifen.

Ohne eine schnelle Lösung könnten die Beamten im kommenden Jahr ohne Körperkameras dastehen. Die vorgesehenen fünf Millionen Euro für Neugeräte liegen nach dem Scheitern der Ausschreibung weiterhin brach. Die Knappheit gefährdet nicht nur die Sicherheit der Einsatzkräfte, sondern auch die Beweissicherung.

Quelle