31 March 2026, 16:15

Brandenburg beschleunigt Professoren-Berufungen auf nur sechs Monate

Titelblatt der 1873er-Ausgabe der Universität Heidelberg mit textuellen und numerischen Details zur Universitätsgeschichte.

Brandenburg beschleunigt Professoren-Berufungen auf nur sechs Monate

Das Brandenburger Landeskabinett hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Hochschulberufungen beschleunigen und die Immatrikulation von Studierenden vereinfachen soll. Die Reformen zielen darauf ab, die Dauer für die Einstellung von Professoren von bisher bis zu zwei Jahren auf nur noch sechs Monate zu verkürzen. An allen sieben Landesuniversitäten – darunter die Universität Potsdam und die BTU Cottbus-Senftenberg – sollen die Änderungen bis März 2026 in Kraft treten.

Im Mittelpunkt des neuen Hochschulgesetzes steht die Reduzierung des bürokratischen Aufwands bei Berufungsverfahren. Derzeit kann sich der Prozess über 12 bis 24 Monate hinziehen, doch das Land will Brandenburg nun zum Vorreiter mit den schnellsten Einstellungsverfahren in Deutschland machen. Zudem erhalten die Hochschulen dauerhaft die Befugnis, Professoren eigenständig zu berufen und zu befördern – ein Schritt, der ihre Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit stärken soll.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, begrüßte die Pläne als "wichtigen Fortschritt". Die Reformen entsprechen den übergeordneten Zielen, exzellenzbasierte Berufungen zu fördern und Entscheidungsprozesse zu straffen.

Die Änderungen unterstützen zudem Brandenburgs Bestreben, das Hasso-Plattner-Institut (HPI) bis 2025 zur führenden europäischen Einrichtung für digitale Wissenschaften auszubauen. Die Hasso-Plattner-Stiftung finanziert einen neuen Campus der Universität Potsdam, wodurch die Position des HPI als Spitzenforschungseinrichtung im IT-Bereich weiter gestärkt wird.

Das Gesetz tritt Anfang 2026 in Kraft und betrifft alle sieben Landesuniversitäten Brandenburgs. Durch schnellere Berufungsverfahren und vereinfachte Zulassungsregeln sollen Effizienzsteigerungen erreicht und Spitzenkräfte gewonnen werden. Gleichzeitig unterstreichen die Reformen den Anspruch des Landes, die globale Vorreiterrolle des HPI in der digitalen Bildung zu festigen.

Quelle