23 June 2026, 18:07

Berlin, München und Ruhrgebiet träumen von Olympischen Spielen 2036 – doch die Kritik wächst

Und nun zu den Sportnachrichten... Berlin und die Olympischen Spiele

Berlin, München und Ruhrgebiet träumen von Olympischen Spielen 2036 – doch die Kritik wächst

Berlin, München und das Rhein-Ruhr-Gebiet erwägen Bewerbungen für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Die Idee stößt auf breite öffentliche Unterstützung – zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner stehen hinter dem Vorhaben. Dennoch melden sich kritische Stimmen wie die Initiative NOlympia zu Wort, die vor hohen Kosten und Infrastrukturproblemen warnen.

Berlin verbindet eine lange und wechselvolle Geschichte mit den Olympischen Spielen. Ursprünglich sollte die Stadt 1916 Gastgeber sein, doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs machte die Pläne zunichte. Für die Spiele war bereits das Deutsche Stadion im Grunewald errichtet worden.

1936 fanden die Olympischen Spiele dann tatsächlich in Berlin statt – überschattet jedoch von der NS-Propaganda. Dennoch feierten die lokalen Zuschauer Sportler wie Jesse Owens und Sohn Kee-chung, die vom Regime verachtet wurden.

Jüngere Versuche, die Spiele nach Berlin zurückzuholen, scheiterten. Bewerbungen für die Olympischen Spiele 2000 und 2004 platzten aufgrund eines chaotisch organisierten Komitees und des Widerstands der NOlympia-Bewegung. Heute wird die olympische Initiative im Berliner Senat von Kaweh Niroomand, ehemaliger Manager der Berlin Volleys, und Moritz van Dülmen, Leiter der Kulturprojekte Berlin, vorangetrieben.

Die NOlympia-Bewegung lehnt neue Bewerbungen weiterhin ab und droht mit einem Bürgerentscheid. Befürworter argumentieren, die Spiele könnten das internationale Ansehen der Stadt stärken. Die Debatte über Kosten, Verkehrskonzepte und das olympische Erbe bleibt damit ein zentraler Faktor für Berlins olympische Ambitionen.

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