13 March 2026, 02:09

Apotheken protestieren bundesweit für faire Vergütung und gegen Existenzkrisen

Eine schwarze Fläche mit einem kleinen Glasfläschchen, das mit weißen Pillen gefüllt ist, neben einem Stück Papier mit der Aufschrift "Vallonia Pulchella, F.F. Müller, Deutschland, Umgebung von Magdeburg, 1931".

Apotheken protestieren bundesweit für faire Vergütung und gegen Existenzkrisen

Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf bundesweite Proteste am 23. März vor. Apothekeninhaber und Mitarbeiter fordern höhere Vergütungen und bessere Arbeitsbedingungen und warnen, dass steigende Kosten Existenzbedrohungen mit sich bringen. Die Kundgebungen, die von Apothekerverbänden und nicht von Gewerkschaften organisiert werden, finden in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München statt.

Bei der Aktion handelt es sich nicht um einen Streik im Sinne des Arbeitsrechts. Vielmehr führen Apothekenbesitzer und Verbände die Proteste an, um von der Politik Veränderungen zu erzwingen. Zu ihren Forderungen gehören unter anderem höhere Gebühren zur Deckung der gestiegenen Kosten sowie die Ablehnung eines geplanten Gesetzes – des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) – das Apotheken vorübergehend ohne anwesenden approbierten Apotheker betreiben lassen würde.

Jede Apothekenleitung entscheidet selbst, ob sie am 23. März schließt. Falls dies geschieht, dürfen Mitarbeiter nicht gezwungen werden, an den Kundgebungen teilzunehmen oder ausgefallene Stunden nachzuarbeiten. Die Beschäftigten haben dennoch Anspruch auf ihren Lohn für diesen Tag, da sie gemäß Annahmeverzug (Arbeitgeber verweigert die Annahme der angebotenen Arbeitsleistung) arbeitsbereit bleiben. Die Leitung kann jedoch Aufgaben wie Bestandsprüfungen oder Büroarbeiten außerhalb der Öffnungszeiten anordnen.

Patienten bleibt während der Proteste der Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten über Notdienstapotheken gewährleistet. Im Mittelpunkt der Aktion steht der Druck auf die Politik – nicht die Beeinträchtigung der Gesundheitsversorgung.

Die Proteste unterstreichen den wachsenden Druck auf Apotheken, eine fairere Finanzierung zu sichern und berufliche Standards zu wahren. Angesichts drohender Schließungen und Personalengpässe könnte das Ergebnis der Aktion künftige Weichenstellungen für den Sektor beeinflussen. In den Großstädten werden Apothekenteams die Politiker auffordern, ihren Forderungen nachzukommen.

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