45 Jahre Entertainment Tonight: Ein unschätzbares Archiv der Popkultur schlummert im Dunkeln
Elias Lehmann45 Jahre Entertainment Tonight: Ein unschätzbares Archiv der Popkultur schlummert im Dunkeln
Seit ihrem Start im Jahr 1981 hat Entertainment Tonight ein gewaltiges Archiv der Unterhaltungsgeschichte aufgebaut. Die Sendung, die nun in ihre 45. Staffel geht, verfügt über mehr als 200.000 Stunden Videomaterial – eine der größten Sammlungen an Prominenteninterviews und Popkultur-Momenten, die je zusammengetragen wurden. Doch trotz laufender Bemühungen, die über 11.600 Folgen zu digitalisieren, bleibt ein Großteil dieses Materials der Öffentlichkeit unzugänglich.
Vor Entertainment Tonight war Prominenten-Nachrichten auf den großen Sendern kaum Platz eingeräumt – abgesehen von gelegentlichen Prime-Time-Specials. Barbara Walters brach in den 1970er-Jahren mit ABCs Prominenteninterviews neues Terrain, doch eine tägliche Berichterstattung gab es erst, als Paramount die Sendung einführte. Als erstes tägliches Popkultur-Format entwickelte sie sich schnell zur ersten Anlaufstelle für Fans, die ihren Lieblingsstars folgen wollten.
Im Laufe der Jahrzehnte hielt die Show ungeskriptete Momente fest, die später zu Ikonen wurden. Frühe Interviews mit einer jungen Taylor Swift und offene Gespräche mit Legenden wie Jane Fonda, Michael Jackson und Leonardo DiCaprio sind heute kulturelle Meilensteine. Das Archiv dokumentiert auch Arnold Schwarzeneggers Aufstieg und George Clooneys Karriereentwicklung und bietet so einen seltenen Blick hinter die Kulissen von Hollywoods größten Namen.
Heute dient die Sammlung vielfältigen Zwecken. Produzenten nutzen sie für Karriere-Rückblicke, Hommage-Sendungen und sogar für dokumentarische Formate, die Einnahmen generieren. Während Fans heute Promi-News sofort auf ihren Handys abrufen, bleiben die ursprünglichen Bänder der Show ein Schatz – unklar ist jedoch, wie viele der über 11.600 Folgen bereits vollständig digitalisiert und online verfügbar gemacht wurden.
Das Digitalisierungsprojekt läuft weiter und soll sicherstellen, dass künftige Generationen Jahrzehnte der Unterhaltungsgeschichte erkunden können. Bis dahin bleibt das Archiv eine zentrale Ressource für Filmemacher, Forscher und Fans gleichermaßen. Sein volles Potenzial wird sich allerdings erst entfalten, wenn ein größerer Teil dieser immensen Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.






