27 April 2026, 14:13

Wolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe tot – Familie kämpft um ihre Herde

Eine bewaldete Landschaft mit einer Herde Schafe, die im Vordergrund grasen, umgeben von Bäumen und Pflanzen, und Text am Boden.

Wolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe tot – Familie kämpft um ihre Herde

Wolfsangriff auf Schafherde bei Urnshausen – sechs Tiere tot, zwei schwer verletzt

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein Schafbetrieb in der Nähe von Urnshausen ist am Wochenende Ziel eines verheerenden Angriffs geworden. Der Oberhirte Egon Specht entdeckte am Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und zwei schwer verletzte Tiere. Die Familie vermutet, dass Wölfe für den brutalen Vorfall verantwortlich sind.

Erste Anzeichen für das Drama gab es, als die Familie ihre Herde am frühen Sonntag kontrollierte. Acht Mutterschafe waren angegriffen worden, sechs davon wiesen tiefe Bisswunden auf. Zwei Tiere starben später an ihren Verletzungen, die übrigen sechs mussten dringend tierärztlich versorgt werden.

Die Schäfer meldeten den Vorfall umgehend an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz. Mitarbeiter des Kompetenzzentrums für Wölfe, Biber und Luchse nahmen Proben für eine spätere Analyse. Angesichts des Ausmaßes der Schäden geht die Familie von einem Angriff mehrerer Wölfe aus.

Für die Familie Specht ist der Verlust mehr als nur ein finanzieller Schlag. Jedes Tier steht für Jahre sorgfältiger Zucht und Fürsorge. Zudem betonen sie die übergeordnete Bedeutung der Schafhaltung für die Offenhaltung der Kulturlandschaft in der Rhön.

Der Angriff hat bei Thüringer Nutztierhaltern die Forderung nach klareren rechtlichen Regelungen neu entfacht. Viele fordern strengere Maßnahmen gegen Wölfe, die wiederholt Weidetiere reißen.

Nun müssen die Behörden die Beweise auswerten, um zweifelsfrei zu klären, ob Wölfe die Angreifer waren. Die Familie Specht steht nach dem Verlust eines Teils ihrer Herde vor emotionalen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Gleichzeitig hat der Vorfall die Debatte über den Umgang mit Wölfen in der Region weiter verschärft.

Quelle