Woidke attackiert "Infrastruktur-Skandal": Ostdeutschland bleibt auf der Strecke
Jakob KrausWoidke attackiert "Infrastruktur-Skandal": Ostdeutschland bleibt auf der Strecke
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat die seit langem bestehenden Infrastrukturlücken in Ostdeutschland scharf kritisiert. Er verwies auf die im Vergleich zu den westdeutschen Regionen ungleichen Standards und forderte dringendes Handeln. Seine Äußerungen rücken die anhaltenden Verzögerungen bei zentralen Verkehrsprojekten in den Fokus – darunter der Ausbau von Schienenstrecken und Brücken.
Besonders hervorgehoben wurde von Woidke die Bahnstrecke Berlin–Küstrin als deutliches Beispiel für Vernachlässigung. Die Strecke ist auf deutscher Seite trotz jahrelanger Diskussionen nach wie vor nicht elektrifiziert und teilweise eingleisig. Zwar wurde eine neue Brücke über die Oder fertiggestellt, doch das Bundesverkehrsministerium verweigert die Finanzierung eines zweiten Gleises.
Der SPD-Politiker stellte die Situation dem gut ausgebauten Grenzgebiet zu Frankreich gegenüber. Solche Unterschiede hätten direkte Auswirkungen auf die Bewohner der ostdeutschen Bundesländer, so Woidke, da sie die Anbindung und wirtschaftliche Entwicklung einschränkten. Sein Aufruf zur Einheit richtet sich an Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.
Um Veränderungen voranzutreiben, forderte Woidke die ostdeutschen Länder auf, mit einer Stimme zu sprechen. Eine seiner zentralen Forderungen ist die Modernisierung der Ostbahn, einer lebenswichtigen Verbindung für die Region. Er betonte, dass anhaltende Unterinvestitionen die Kluft zwischen Ost und West weiter vertiefen könnten.
Woidkes Aussagen setzen die Bundesbehörden unter Druck, die Infrastruktur-Rückstände in Ostdeutschland endlich anzugehen. Fehlende Zweigleisigkeit auf der Oderbrücke und die veraltete Ostbahn bleiben dabei besonders umstritten. Ohne dringende Modernisierungen werden Verkehr und Handel in der Region weiterhin unnötigen Hindernissen ausgesetzt sein.






