Winterdienst in Braunschweig scheitert nach Schneechaos an Personalmangel und Räumpflichten
Anna KrauseWinterdienst in Braunschweig scheitert nach Schneechaos an Personalmangel und Räumpflichten
Winterdienst in Braunschweig gerät nach Schneechaos in die Kritik
Nach heftigen Schneefällen, die Radwege und Straßen tagelang ungeräumt ließen, sieht sich der Winterdienst in Braunschweig harter Kritik ausgesetzt. Eine Anfrage der Fraktion DIE FRAKTION. BS im Rat der Stadt verlangt Aufklärung über Verzögerungen und Personalmangel während der jüngsten Unwetter. Die Probleme spitzten sich besonders nach Sturm Elli zu, der den Verkehr in der gesamten Region lahmlegte.
Sturm Elli traf Mitte Februar auf Braunschweig und stürzte die Stadt ins Chaos: Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen, und meterhohe Schneeverwehungen blockierten wichtige Verkehrsadern. Obwohl die Räumteams rund um die Uhr im Einsatz waren, mussten viele Straßen wegen anhaltender Neuschneefälle mehrfach geräumt werden.
Besonders vernachlässigt wurden die Radwege der Stadt. Laut Vorgaben hätten sie alle 19 Stunden befahrbar sein müssen – doch zahlreiche Straßen wie die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Helmstedter Straße blieben tagelang nur teilweise oder gar nicht geräumt. Einige Abschnitte wurden überhaupt nicht bearbeitet.
Am 18. Februar reichte DIE FRAKTION. BS einen Antrag ein, in dem sie fragte, ob der Dienstleister ALBA über ausreichend Personal und Technik verfüge. Die Fraktion argumentierte, die aktuellen Kapazitäten reichten für anhaltende Schneefälle nicht aus. Zudem verwies sie darauf, dass die Versäumnisse den Mobilitätsentwicklungsplan 2035 untergraben, der den Rad- und Öffentlichen Verkehr stärken soll.
Der Stadtrat hat nun eine Untersuchung der Pannen beim Winterdienst beschlossen. Die Prüfung soll klären, ob ALBA über genug Personal und technische Mittel verfügt, um ähnliche Probleme in kommenden Wintern zu vermeiden.
Die Entscheidung des Rates bedeutet, dass die Winterarbeiten von ALBA künftig genauer unter die Lupe genommen werden. Eine detaillierte Bewertung von Personal und Ausstattung steht bevor. Die Ergebnisse könnten dazu führen, dass Braunschweig die Schneeräumung in den nächsten Jahren neu organisiert.






