10 May 2026, 06:08

Windpark in Ostprignitz-Ruppin: NABU stoppt Bau wegen gefährdeter Fledermäuse und Seeadler

Eine Windmühle steht in einem eingezäunten Feld mit Bäumen unter einem bewölkten Himmel mit fliegenden Vögeln.

Windpark in Ostprignitz-Ruppin: NABU stoppt Bau wegen gefährdeter Fledermäuse und Seeadler

Pläne für einen neuen Windpark in der Nähe von Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin stoßen auf juristischen Widerstand. Die Naturschutzorganisation NABU hat einen Eilantrag auf Baustopp eingereicht und verweist dabei auf Gefahren für geschützte Tierarten in der Region.

Das Landesamt für Umwelt hatte im März die Genehmigung für elf Windkraftanlagen in Wittstock/Dosse erteilt. Daraufhin leitete der NABU am 20. April ein Rechtsverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein.

Die Organisation argumentiert, dass das Projekt seltene Arten bedroht, darunter die gefährdete Braune Fledermaus, die auf die Wittstock-Ruppiner Heide als Lebensraum angewiesen ist. Zudem warnen die Naturschützer vor Kollisionen zwischen den Rotoren und Vögeln wie Seeadlern, deren Nester sich nur 700 Meter vom geplanten Windpark entfernt befinden.

Der NABU fordert darüber hinaus die Umsiedlung eines Mäusebussard-Horstes, der sich derzeit genau an der Stelle befindet, an der Baukrane aufgestellt werden sollen. Ohne Eingriffe, so die Organisation, könnte der Windpark unwiederbringliche Schäden für die heimische Tierwelt verursachen.

Nun muss das Gericht entscheiden, ob das Projekt vorläufig ausgesetzt wird, während die Bedenken des NABU geprüft werden. Sollte der Eilantrag Erfolg haben, könnte sich der Baubeginn verzögern oder das Vorhaben müsste angepasst werden, um Risiken für geschützte Arten zu verringern. Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Artenschutz.

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