Wie Zoos und Wildparks gegen steigende Energiekosten kämpfen – ohne Tiere abzugeben
Anna KrauseWie Zoos und Wildparks gegen steigende Energiekosten kämpfen – ohne Tiere abzugeben
Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks schwer zu
Viele Einrichtungen stehen vor schwierigen finanziellen Entscheidungen, doch einige haben Wege gefunden, die Kosten zu senken, ohne die Tierbestände zu verringern. Der Braunschweiger Zoo und benachbarte Parks setzen auf erneuerbare Energien, um die Belastung zu mindern.
Der Braunschweiger Zoo betreibt bereits eine 80-kW-Photovoltaikanlage sowie kleinere Solaranlagen. Um die Abhängigkeit vom Stromnetz weiter zu verringern, sollen zusätzlich 12 kW Solarleistung installiert und ein 10-kW-Batteriespeicher eingerichtet werden. Zudem nutzt der Zoo ein Blockheizkraftwerk, einen Holzvergaser und eine Pelletheizung. Trotz dieser Maßnahmen betonen die Verantwortlichen, dass keine Pläne bestehen, den Tierbestand zu reduzieren.
Anderswo setzt der Wildpark Essehof auf eine Biomasseheizung und hält die Energiekosten so auf 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben. Diese Unabhängigkeit ermöglicht es, auf die Abgabe von Tieren zu verzichten. Der Wildpark Stöckheim gibt sogar nur 2,5 Prozent seines Budgets für Energie aus. Das Artenschutzzentrum Grasleben wiederum nutzt Solarmodule, um stabile Bedingungen für wärmeliebende Arten zu gewährleisten.
Nicht alle Einrichtungen kommen so gut zurecht. Einige Zoos haben bereits Tiere in andere Standorte verlegt, um Kosten zu sparen. Der Braunschweiger Zoo und der Wildpark Essehof ziehen jedoch weder Verkäufe noch Verlegungen in Betracht.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien hilft manchen Zoos und Wildparks, die steigenden Ausgaben zu bewältigen. Die Solaranlagen-Erweiterung in Braunschweig und das Biomasse-System in Essehof zeigen, wie alternative Energiequellen die finanzielle Belastung lindern können. Bisher haben diese Maßnahmen Tierabgaben verhindert – doch die langfristigen Folgen der Energiepreise bleiben ungewiss.






