25 April 2026, 06:14

Versteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert an zu niedrigen Geboten

Plakat, das Berlin, Deutschland, zeigt, mit einer Statue, Gebäuden, einem Turm, Menschen, Fahrzeugen auf der Straße und einer Brücke, mit Text, der Informationen über die Stadt enthält.

Versteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert an zu niedrigen Geboten

Die Versteigerung des Quartier 206, eines zentralen Objekts an der Berliner Friedrichstraße, ist gescheitert, nachdem die Gebote deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Das Amtsgericht Mitte lehnte die Angebote ab, da sie im Vergleich zum Marktwert des Grundstücks zu niedrig ausfielen. Eine endgültige Entscheidung in der Sache wurde nun bis Freitag vertagt.

Das Quartier 206 liegt im Herzen der Friedrichstadt-Passage, eingeklemmt zwischen dem ehemaligen Kaufhaus Galeries Lafayette und dem Bürogebäude Quartier 205. Trotz der erstklassigen Lage stehen große Teile des Komplexes seit Jahren leer.

Während der Versteigerung gingen lediglich zwei Gebote ein, von denen das höchste bei nur 40 Millionen Euro lag. Das Gericht erklärte diesen Betrag für unannehmbar, da er weniger als die Hälfte des geschätzten Werts der Immobilie von 187 Millionen Euro ausmachte. Da die Entscheidung noch nicht rechtskräftig ist, haben die Beteiligten nun zwei Wochen Zeit, beim Landgericht Berlin Widerspruch einzulegen.

Das gescheiterte Bieterverfahren lässt die Zukunft des Quartier 206 vorerst ungewiss. Da das Gericht die Angebote nicht annahm, verbleibt die Immobilie in der Schwebe, bis weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden. Eine abschließende Entscheidung über das weitere Vorgehen wird bis Ende dieser Woche erwartet.

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