Uli Hoeneß greift SPD-Führung an: "Regierungskrise verschärft sich dramatisch"
Anna KrauseUli Hoeneß greift SPD-Führung an: "Regierungskrise verschärft sich dramatisch"
Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat die regierende SPD scharf angegriffen. In jüngsten Äußerungen warf er der Parteiführung vor, die Regierungskrise zu verschärfen, und warnte vor schweren Folgen, falls nicht bald wieder Stabilität einkehre.
Besonders kritisierte Hoeneß die SPD-Co-Vorsitzende Bärbel Bas, der er vorwirft, die Bemühungen der Regierung nicht zu unterstützen. Ihre Haltung sei kontraproduktiv, zudem blockiere der linke Parteiflügel mit starrer Ideologie jeden Fortschritt. Auch ihr Co-Vorsitzender Lars Klingbeil stehe laut Hoeneß vor größeren Problemen innerhalb der eigenen Reihen als mit der oppositionellen CDU.
Der frühere Fußballfunktionär machte die SPD für die meisten Schwierigkeiten der Bundesregierung verantwortlich. Die Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz habe ihre letzte Chance vertan, regierungsfähig zu handeln. Ohne mehr Kooperationsbereitschaft, so Hoeneß, drohe der Zusammenbruch der Regierung – und damit der Aufstieg der rechtsextremen AfD.
Eine von der AfD geführte Regierung bezeichnete er als „absolute Katastrophe“ für Deutschland. Seine Aussagen spiegeln wachsende Sorgen über politische Instabilität und die Gefahr eines Erstarkens extremistischer Kräfte wider, falls sich die etablierten Parteien nicht einigen.
Hoeneß’ Kritik unterstreicht die tiefen Gräben in der deutschen Regierungscoalition. Die SPD steht nun unter Druck, interne Konflikte zu lösen und die Zusammenarbeit mit der CDU zu verbessern. Scheitere die Stabilisierung der Regierung, so der Ex-Präsident, könnte dies die politische Landschaft des Landes grundlegend verändern.






