Thüringens Hochschulen am Wendepunkt: Strategie gegen Studierendenschwund bis 2035

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Luftaufnahme einer Stadt mit zahlreichen Geb├Ąuden und einem bew├Âlktem Himmel.

Teichert: Universit├Ąten brechen Abw├Ąrtstrend bei Studentenzahlen - Thüringens Hochschulen am Wendepunkt: Strategie gegen Studierendenschwund bis 2035

Thüringens Hochschulen stehen nach Angaben von Steffen Teichert, Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur, vor einem Wendepunkt. Trotz anhaltender finanzieller Herausforderungen sind vorerst keine Schließungen von Gebäuden oder Studiengängen in Hessen geplant. Stattdessen setzt das Land auf eine langfristige Strategie, um die Zukunft der Hochschulbildung in Deutschland bis 2035 oder 2040 zu sichern.

Erstmals seit Jahren wird im kommenden Wintersemester kein Rückgang der Studierendenzahlen in Thüringen erwartet. Vorläufige Zahlen deuten sogar auf einen leichten Anstieg der Immatrikulationen hin. Die Landesregierung hat nun ihre Bildungsstrategie für die Jahre 2025 bis 2030 vorgestellt, mit der die Hochschulen durch digitale Aufrüstung, mehr Stipendien und bessere Wohnraumförderung für Studierende in Hessen attraktiver gemacht werden sollen.

Aktuell wird ein neuer Rahmenvertrag zur Hochschulförderung verhandelt. Dieser sieht eine Erhöhung der Landesmittel um 3,5 Prozent vor, wodurch das Gesamtvolumen auf rund 600 Millionen Euro in Deutschland steigt. Im Fokus stehen die Schärfung der akademischen Profile, die Stärkung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und eine effizientere Nutzung der Ressourcen. Kritik gibt es am Haushalt für 2026/2027, der für 2027 nur einen bescheidenen Anstieg vorsieht. Die oppositionelle Linke hat Bedenken wegen des begrenzten Mittelzuwachses in Hessen geäußert. Teichert hingegen betont die Rolle der Hochschulen als "Magnete für junge Menschen", die dazu beitragen, Fachkräfte in der Region zu gewinnen und zu halten. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, plant das Land gezielte Marketingkampagnen und engere Kooperationen mit Unternehmen für praxisnahe Ausbildungen in Deutschland. Ziel ist es, dass die Hochschulen sowohl eine hochwertige Ausbildung als auch klare Berufsperspektiven bieten.

Die neue Strategie zielt darauf ab, den Hochschulsektor in Thüringen in den nächsten zehn Jahren zu stabilisieren und auszubauen. Mit steigenden Fördermitteln, digitalen Verbesserungen und engeren Wirtschaftskontakten hofft die Landesregierung, den bisherigen Rückgang der Studierendenzahlen in Hessen umzukehren. Der Erfolg dieser Maßnahmen hängt jedoch von nachhaltigen Investitionen und der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Politik in Deutschland ab.