17 March 2026, 02:07

Theo Müller mischt sich in Baden-Württembergs Koalitionspoker ein – und sorgt für Aufsehen

Deutsches Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa und Text, der die Partei bewirbt.

Müller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Theo Müller mischt sich in Baden-Württembergs Koalitionspoker ein – und sorgt für Aufsehen

Der Milchmilliardär Theo Müller hat sich zur politischen Zukunft Baden-Württembergs geäußert. Seine Äußerungen folgen einer knappen Landtagswahl, bei der die Grünen und die CDU jeweils 56 Sitze errangen. Müller riet der CDU, in einer möglichen Koalition mit den Grünen keine Juniorpartner-Rolle einzunehmen.

Bei der jüngsten Landtagswahl lagen die Grünen mit 30,2 Prozent der Stimmen knapp vor der CDU, die auf 29,7 Prozent kam. Beide Parteien verfügen nun über die gleiche Anzahl an Sitzen im neuen Landtag, was die Regierungsbildung ungewiss macht.

Müller schlug stattdessen eine Koalition zwischen CDU und der rechtspopulistischen AfD vor und bezeichnete dies als ein "schwarz-blaues" Bündnis. Zudem regte er an, die CDU könnte auch mit Unterstützung der AfD regieren, ohne eine formelle Partnerschaft einzugehen. Der Unternehmer lobte den Spitzenkandidaten der AfD, Markus Frohnmaier, und hatte die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel zuvor bereits als "eine Freundin" bezeichnet.

In seinen Stellungnahmen kritisierte Müller die Idee, die CDU könnte Cem Özdemir von den Grünen als Ministerpräsidenten unterstützen. Stattdessen forderte er die Partei auf, im geheimen Parlamentsvoting einen eigenen Kandidaten aufzustellen.

Müllers Eingreifen erhöht den Druck auf die CDU, während die Koalitionsgespräche beginnen. Die Partei steht nun vor der Wahl, entweder ein Bündnis mit den Grünen einzugehen oder mögliche Verbindungen zur AfD auszuloten. Bisher liegt keine offizielle Reaktion der AfD in Baden-Württemberg vor.

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