Tempolimit könnte Milliarden Liter Sprit sparen – DUH fordert bundesweite Regelung
Elias LehmannTempolimit könnte Milliarden Liter Sprit sparen – DUH fordert bundesweite Regelung
Ein flächendeckendes Tempolimit könnte den Kraftstoffverbrauch um Milliarden Liter pro Jahr senken – das geht aus Berechnungen der Umweltorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) hervor. Die Organisation argumentiert, eine solche Maßnahme sei einfacher und wirksamer umzusetzen als gelegentliche autofreie Sonntage. Konkrete Vorgaben der DUH sehen vor: 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen.
DUH-Sprecherin Dorothee Saar betonte, ein Tempolimit würde langwierige Diskussionen über Ausnahmen vermeiden. Während bei autofreien Sonntagen Debatten darüber entstehen könnten, wer überhaupt noch fahren dürfe, gelte eine feste Geschwindigkeitsbegrenzung für alle gleichermaßen. Zudem ließe sich eine solche Regelung in kurzer Zeit und mit kaum nennenswerten Kosten einführen.
Laut Saar hätten autofreie Sonntage dennoch ihren Sinn: Sie würden das Ausmaß verdeutlichen, in dem der Straßenverkehr den Alltag prägt. Solche Aktionen könnten zudem seltene Gelegenheiten schaffen, öffentliche Räume ohne Autos zu erleben und sich dort zu begegnen. Beim Sparen von Sprit jedoch wäre ein dauerhaftes Tempolimit deutlich effektiver.
Die DUH schätzt, dass strengere Geschwindigkeitsbegrenzungen bis zu 4,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel jährlich einsparen könnten. Zwar unterstützt die Organisation die Idee autofreier Sonntage, hält sie für eine langfristige Kraftstoffreduktion aber für weniger praktikabel. Stattdessen bleibt ein bundesweites Tempolimit ihre zentrale Forderung.
Der Vorschlag der DUH zeigt zwei Wege auf, um den Spritverbrauch zu drosseln: temporäre Autoverbote und dauerhafte Tempolimits. Ein generelles Tempolimit ließe sich schnell umsetzen, wäre kostengünstig und würde deutlich mehr Kraftstoff sparen als gelegentliche Fahrverbote. Die Organisation drängt weiterhin auf eine bundesweite Regelung.






