Spritpreise explodieren: Warum Deutschland bald mit Treibstoffknappheit rechnet
Jakob KrausSpritpreise explodieren: Warum Deutschland bald mit Treibstoffknappheit rechnet
Spritpreise in Deutschland steigen weiter stark an
Wirtschaftsministerin Katerina Reiche warnt, dass Deutschland Ende April mit Treibstoffknappheit rechnen müsse, falls sich der Krieg im Nahen Osten weiter hinzieht. Die Preise für Benzin und Diesel hängen nicht nur von den Rohölkosten ab, sondern auch von den Produktmärkten – was den Aufwärtstrend zusätzlich verstärkt.
Hohe Steuern und Abgaben sind ein Hauptgrund für die teuren Spritpreise in Deutschland. Sie machen etwa zwei Drittel des Benzinpreises und mehr als die Hälfte der Dieselkosten aus. Das Finanzministerium unter Lars Klingbeil betont jedoch, dass der Staat von den hohen Preisen nicht profitiere.
Der Branchenverband der Mineralölwirtschaft, en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V., wehrt sich gegen die Kritik. In einem "Realitätscheck zu den Spritpreisen" widerlegt der Verband, was er als "gängige Fehlvorstellungen über die Preisgestaltung" bezeichnet. Die meisten Raffinerien und Tankstellen in Deutschland agierten unabhängig, was sich laut Verband auf die Preissetzung auswirke.
Die Preisanstiege beschränken sich nicht auf Deutschland – auch in den Nachbarländern steigen die Spritkosten an den Zapfsäulen deutlich.
Die Regierung hat erste Maßnahmen ergriffen, um die Belastung für Autofahrer und Unternehmen zu verringern. Da Steuern und globale Konflikte die Kosten weiter in die Höhe treiben, bleibt die Lage ungewiss. Experten und Behörden beobachten die Entwicklungen genau, während der April seinem Ende entgegengeht.






