30 March 2026, 16:14

Spritpreis-Regeln verzögern sich – Autofahrer zahlen weiter hohe Preise bis April 2026

Eine Liniengrafik mit der Überschrift "Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten" auf einem weißen Hintergrund, die zwei Linien - blau (sinkende Preise) und grün (steigende Preise) - mit fetter, zentrierter Schrift zeigt.

Spritpreis-Regeln verzögern sich – Autofahrer zahlen weiter hohe Preise bis April 2026

Deutschlands neue Spritpreis-Regeln verzögern sich in letzter Minute

Eigentlich sollten die neuen Vorschriften bereits am Samstag in Kraft treten – nun beginnen sie erst am Mittwoch, dem 1. April 2026. Kritiker werfen der Regierung vor, Autofahrer so länger mit hohen Preisen zu belasten.

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Die Regelungen sehen vor, dass Tankstellen Preiserhöhungen nur noch einmal täglich zur Mittagszeit vornehmen dürfen, Senkungen hingegen jederzeit möglich bleiben. Doch bis Montagnachmittag gab es keine Änderungen – und die Debatte darüber, ob die Maßnahmen die Kosten tatsächlich senken werden, hält an.

Die Spritpreise in Deutschland waren Anfang dieses Monats stark angestiegen. Zwischen dem 23. Februar und dem 9. März 2026 verteuerte sich Superbenzin um 14,2 Prozent – mehr als das Doppelte des EU-Durchschnitts. Der Anstieg folgte auf steigende Ölpreise und Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg.

Die Linke kritisiert die Verzögerung scharf. Janine Wissler, wirtschaftspolitische Sprecherin der Partei, sprach von einer "Vollbremsung in letzter Sekunde". Sie forderte zudem eine Übergewinnsteuer, um Krisengewinne der Ölkonzerne abzuschöpfen und das Geld an die Verbraucher zurückzugeben.

Herbert Rabl, Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbands (TIV), sieht die Regelungen anders: Sie seien "das schärfste Schwert gegen die Ölkonzerne". Seiner Meinung nach sollte ein funktionierender Markt nach der Preisetzung um 12 Uhr zu einem harten Wettbewerb führen. Gleichzeitig warnte er, dass ein gestörter Markt auf eine stille Absprache unter den Spritlieferanten hindeuten könnte.

Wissler räumte ein, dass die neuen Regeln zwar mehr Transparenz schaffen könnten, bezweifelte aber, dass sie die Preise spürbar senken werden. Die Linke hatte die verschobene Einführung wiederholt kritisiert und argumentiert, dass Autofahrer so unnötig länger den schwankenden Preisen ausgesetzt seien.

Das neue Preissystem startet nun am 1. April 2026 statt wie geplant am Samstag. Bis dahin gelten an den Tankstellen keine Änderungen. Ob die Regeln die Preise entlasten oder vielmehr tiefere Marktprobleme offenlegen, bleibt abzuwarten.

Quelle