Silvester-Protest mit Techno: Wie Berlin an der Siegessäule zwischen Party und Demonstration schwankte

Admin User
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Eine Konferenzszene mit Sitzenden und einer Bühne, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und Besitzern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Hunderte feiern bei Party in der Nähe des Siegesdenkmals - Silvester-Protest mit Techno: Wie Berlin an der Siegessäule zwischen Party und Demonstration schwankte

Silvester-Techno-Party an der Berliner Siegessäule: Protest und Feier in einem

Am 31. Dezember 2025 fand an der Berliner Siegessäule eine Silvester-Techno-Party statt, organisiert vom Bündnis We Are Berlin. Die unter dem Namen Party-Demonstration veranstaltete Zusammenkunft verband Musik mit politischem Protest. Trotz anfänglicher Auseinandersetzungen mit den Berliner Behörden verlief die Veranstaltung schließlich – wenn auch mit deutlich weniger Teilnehmenden als erwartet.

Hinter der Planung stand We Are Berlin, angeführt von der Versammlungsleiterin Armin Mostoffi Kamari. Ursprünglich hatten die Organisator:innen das Brandenburgertor als Veranstaltungsort vorgesehen, doch der Berliner Senat und die Polizei lehnten dies ab. Stattdessen fand die Party-Demonstration an der Siegessäule statt, beginnend ab 18 Uhr mit Soundtrucks, Bühnen und DJ-Auftritten.

Sieben Soundtrucks und sieben Bühnen boten gleichzeitig DJ-Sets, die Menschen anzogen. Die Polizei schätzte jedoch, dass nur 150 bis 200 Personen erschienen – deutlich weniger als die 16.000 angemeldeten Teilnehmer:innen. Offiziell handelte es sich um eine Demonstration, doch die Stimmung erinnerte eher an eine Feier. Feuerwerk, Glasflaschen und Alkoholverkauf waren auf dem Gelände verboten. Nicole Utzki von We Are Berlin beschrieb die Atmosphäre als entspannt und friedlich. Während die Teilnehmenden im Takt der Techno-Musik tanzten, näherte sich Mitternacht – ein ruhiger, aber lebendiger Jahresausklang.

Die Party-Demonstration verlief ohne größere Zwischenfälle, obwohl es zuvor Streit um den Veranstaltungsort gegeben hatte. Mit strengen Auflagen und einer kleineren Menge als erwartet verschmolzen Protest und Feier zu einem ungewöhnlichen Format. Berliner Behörden und Organisator:innen werden die Erfahrungen vermutlich für künftige Veranstaltungen auswerten.