RNN revolutioniert Tarifsystem: Pauschalpreise ersetzen 182 Kombinationsmöglichkeiten
Anna KrauseRNN revolutioniert Tarifsystem: Pauschalpreise ersetzen 182 Kombinationsmöglichkeiten
Der Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) vereinfacht sein Tarifsystem grundlegend
Der Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN) steht vor einer umfassenden Reform seines Tarifsystems. Die seit über 25 Jahren geltende Struktur wird durch pauschale Preise für Zeitkarten ersetzt. Ziel der Änderungen ist es, den öffentlichen Nahverkehr in der gesamten Region nutzerfreundlicher zu gestalten.
Das bisherige Tarifsystem gilt als veraltet und übermäßig kompliziert. Mit rund 100 Zonen und 14 Preiskategorien gibt es derzeit allein für Zeitkarten 182 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten. Das neue System reduziert diese auf nur noch sechs Optionen und bietet für jede Kartenart einen einheitlichen Preis im gesamten RNN-Gebiet.
Die Pauschalpreise gelten für Wochen-, Monats- und Jahreskarten und sollen im dritten Quartal 2026 eingeführt werden. Gelegentliche Fahrgäste nutzen vorerst weiterhin das aktuelle zonengestützte System für Einzel- und Tageskarten, doch auch hier sind ab 2027 weitere Vereinfachungen geplant.
Die neue Azubi-Jahreskarte soll voraussichtlich etwa 69 Euro pro Monat kosten – etwas teurer als das aktuelle Deutschland-Ticket mit 63 Euro. Dies spiegelt eine Verschiebung der Einnahmequellen wider: Das Deutschland-Ticket macht mittlerweile 72 Prozent der RNN-Einnahmen aus, während klassische zonengestützte Zeitkarten nur noch 2,5 Prozent beitragen.
Die Reform markiert den ersten Schritt zur Modernisierung des RNN-Tarifsystems. Durch den Ersatz des undurchsichtigen Systems durch klare Pauschalpreise erhofft sich der Verbund eine bessere Zugänglichkeit für Pendler. Die Änderungen treten Ende 2026 in Kraft, weitere Anpassungen für Gelegenheitsfahrer sind für das Folgejahr vorgesehen.






