06 May 2026, 14:16

Riskanter TikTok-Trend: Jugendliche stürmen Scientology-Zentren in Deutschland

Aufsteigen im Sektenhaus

Riskanter TikTok-Trend: Jugendliche stürmen Scientology-Zentren in Deutschland

Gefährlicher TikTok-Trend erreicht Deutschland: Jugendliche stürmen Scientology-Zentren bei „Scientology-Speedruns“

Ein riskanter TikTok-Trend hat Deutschland erreicht: Junge Menschen dringen im Rahmen sogenannter Scientology-Speedruns in Gebäude der Scientology-Kirche ein. Bei der Herausforderung geht es darum, so weit wie möglich in die Zentren vorzudringen – Sicherheitskräfte werden dabei wie Hindernisse in einem Computerspiel behandelt. Der erste bekannte Vorfall in Deutschland ereignete sich im Scientology-Zentrum an der Otto-Suhr-Allee im Berliner Bezirk Charlottenburg.

Ursprünglich stammt der Trend aus den USA, wo einige Scientology-Niederlassungen bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft haben. Teilnehmer filmen sich beim Betreten der Gebäude, wobei jede Etage als zu „eroberndes Level“ gilt. Sicherheitsmitarbeiter, die oft nichts von dem „Spiel“ wissen, werden wie nicht spielbare Charaktere (NPCs) behandelt, die es zu umgehen oder zu überlisten gilt.

In Deutschland ist das Eindringen in Privatgrundstücke illegal. Hausfriedensbruch kann mit Geldstrafen oder sogar Haftstrafen von bis zu einem Jahr geahndet werden. Trotzdem organisierte die Berliner Bloggerin @larahertha einen solchen Speedrun im Charlottenburg-Zentrum – und wurde prompt von der Polizei gestoppt.

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Scientology, das in Deutschland nach eigenen Angaben rund 3.600 Mitglieder zählt, strebt danach, seine Lehren zu verbreiten und durch eigens entwickelte Methoden einen „Clear“ zu erschaffen – einen angeblich vollkommenen Menschen. Die Organisation agiert zwar eher im Hintergrund, steht aber wegen ihrer intransparenten Praktiken in der Kritik.

In den Kommentaren unter @laraherthas Beitrag wird nun spekuliert, das nächste Ziel könnte der Bundestag sein – eine Entwicklung, die Befürchtungen vor einer weiteren Eskalation schürt. Deutsche Behörden haben bisher keine offizielle Warnung herausgegeben, doch der Trend birgt erhebliche rechtliche Risiken für die Beteiligten. Hausfriedensbruch bleibt strafbar, unabhängig von der Motivation, und die Polizei ist bereits in mindestens einem Fall eingeschritten. Sollte sich der Fokus von Scientology-Zentren auf hochgesicherte Regierungsgebäude verlagern, könnten die Konsequenzen für die Teilnehmer deutlich härter ausfallen.

Quelle