Renaturierte Gewässer in Baden-Württemberg zeigen erste Erfolge für Ökosysteme
Amelie SeidelRenaturierte Gewässer in Baden-Württemberg zeigen erste Erfolge für Ökosysteme
Umweltstaatssekretär Andre Baumann und der Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan besichtigten am Freitag, dem 27. März 2026, Renaturierungsprojekte an Gewässern in Bahlingen, Riegel und Teningen. Ziel des Besuchs war es, den Fortschritt der laufenden Maßnahmen zu bewerten und Möglichkeiten zur Beschleunigung künftiger Vorhaben an kleineren Flüssen und Bächen zu erörtern.
In Bahlingen begutachteten die Verantwortlichen ein abgeschlossenes Projekt an der Glotter. Der renaturierte Abschnitt bietet nun bessere Lebensräume für Tiere und Pflanzen und verbessert gleichzeitig den Hochwasserschutz. Zu den Maßnahmen gehörten das Einbringen von Totholz, die Verbreiterung der Uferbereiche und die Schaffung einer vielfältigeren Fließdynamik.
Die Gespräche in Riegel und Teningen konzentrierten sich auf die praktischen Herausforderungen ähnlicher Projekte. Lokale Vertreter wiesen auf bürokratische Hürden und Planungsvorschriften als zentrale Hindernisse hin. Gleichzeitig betonten sie, dass kleinere Renaturierungen oft mit geringem Aufwand im Rahmen regulärer Unterhaltungsarbeiten umgesetzt werden könnten.
Alle Beteiligten unterstrichen die Bedeutung der Gewässerenaturierung für die biologische Vielfalt, die Anpassung an den Klimawandel und die regionale Entwicklung. Gemeinsames Ziel ist es, künftige Vorhaben im Land zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Der Besuch machte deutlich, wie dringend schlanke Prozesse in der Gewässerrenaturierung benötigt werden. Abgeschlossene Projekte wie das in Bahlingen zeigen messbare Vorteile für Ökosysteme und die Hochwasserresilienz. Nun soll das Erlernte genutzt werden, um die Renaturierungsarbeiten auf weitere Gebiete auszuweiten.






