Reiche schlägt höhere Pendlerpauschale gegen Spritpreis-Krise vor
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat eine vorübergehende Erhöhung der Pendlerpauschale vorgeschlagen, um Autofahrer zu entlasten, die unter den hohen Spritpreisen leiden. Der Vorstoß erfolgt, während sie Forderungen nach einer Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne zurückweist – solche Maßnahmen seien weder rechtlich noch wirtschaftlich zu begründen.
Reiche argumentiert, dass die steigenden Kraftstoffpreise Pendler besonders hart treffen, vor allem diejenigen, die täglich auf ihr Auto angewiesen sind. Ihr Plan sieht vor, die aktuelle Pauschale von 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten gefahrenen Kilometer anzuheben. Die Maßnahme richtet sich gezielt an Arbeitnehmer, die nicht einfach auf öffentliche Verkehrsmittel oder alternative Fortbewegungsmöglichkeiten ausweichen können.
Die Ministerin lehnt eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne entschieden ab. Sie betont, dass es aus ökonomischer Sicht weder "Übergewinne" noch "Übergewinnsteuern" gebe. Zudem stellt sie die Rechtmäßigkeit einer solchen Abgabe infrage und verweist auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs, das ähnliche Regelungen in der Vergangenheit für verfassungswidrig erklärt hatte.
Reiche setzt stattdessen auf direkte finanzielle Entlastung für Autofahrer, statt Energieunternehmen zu belasten. Ihre Haltung spiegelt die Präferenz für zielgerichtete Unterstützung wider – statt für breiter angelegte steuerpolitische Eingriffe.
Sollte der erhöhte Pendlerfreibetrag genehmigt werden, würde dies die Belastung für Fahrzeughalter mindern, die mit explodierenden Spritkosten zu kämpfen haben. Der Vorschlag verzichtet zwar auf eine Übergewinnsteuer, zielt aber dennoch darauf ab, die finanzielle Belastung durch steigende Energiepreise abzufedern. Nun wird die Regierung die Umsetzbarkeit des Plans und seine möglichen Auswirkungen prüfen.






