12 April 2026, 06:08

Reformstreit um Regionalliga: Regionalmodell oder Kompassmodell für die Zukunft?

Alte Deutschlandkarte auf Papier, die die Provinzen Bayern, Baden-Württemberg und Baden mit Textdetails zeigt.

Reformstreit um Regionalliga: Regionalmodell oder Kompassmodell für die Zukunft?

Ein vorgeschlagener Reformplan für das deutsche Regionalliga-System hat eine hitzige Debatte unter den Vereinen ausgelöst. Das sogenannte Regionalmodell, das von einer Arbeitsgruppe unterstützt wird, sieht vor, drei der fünf Ligen zusammenzulegen, während andere unverändert bleiben. Kritiker halten dagegen das alternative Kompassmodell für eine gerechtere und wettbewerbsfähigere Struktur für alle beteiligten Mannschaften.

Das Regionalmodell würde die aktuelle Vierer-Struktur der Regionalliga umgestalten, indem die Nord-, Nordost- und Bayern-Ligen zu zwei Spielklassen zusammengefasst würden. Die West- und Südwest-Staffeln blieben hingegen unverändert. Dieser Ansatz stößt bei Vereinen und Funktionären auf scharfen Widerstand.

Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), bezeichnete das Regionalmodell als "völlig realitätsfremd". Er warnte, es würde Vereine für ihre Kritik bestrafen und könnte sogar zur Auflösung des NOFV führen. Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC, wies den Vorschlag als "schlechten Scherz" zurück.

Demgegenüber erfährt das Kompassmodell breite Unterstützung. Rund 70 Vereine der Initiative "Aufstiegsreform 2025" befürworten mittlerweile diese Alternative. Das Kompassmodell würde die vier Ligen jedes Jahr neu nach Reiseentfernungen gliedern, um Kosten zu senken und mehr Chancengleichheit zu schaffen. Der 1. FC Lokomotive Leipzig lobte es als die attraktivste und wettbewerbsintensivste Lösung.

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Tommy Haeder, Sprecher der Reformkampagne, bezeichnete die anstehende Entscheidung als "politisch". Er betonte, dass das gewählte Modell die Zukunft des deutschen Fußballs maßgeblich prägen werde.

Im Kern des Streits stehen zwei gegensätzliche Visionen für die Regionalliga-Reform. Befürworter des Kompassmodells argumentieren, es biete ein faireres und ausgewogeneres System. Die endgültige Entscheidung wird bestimmen, wie der unterklassige Fußball in Deutschland in den kommenden Jahren strukturiert sein wird.

Quelle