11 April 2026, 00:11

Rapsglanzkäfer bedroht Winterraps-Ernte 2026: So schützen Landwirte ihre Felder

Ein roter und schwarzer Blasenkäfer auf einer weißen Margerite mit grünen Pflanzen im Hintergrund.

Rapsglanzkäfer bedroht Winterraps-Ernte 2026: So schützen Landwirte ihre Felder

Winterraps entwickelt sich im Frühjahr 2026 in vielen Regionen gut. Die Pflanzen strecken sich derzeit in die Länge, und der Hauptblütenstand ist deutlich erkennbar. Dennoch bleibt der Rapsglanzkäfer eine ernste Bedrohung für die diesjährige Ernte.

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Der Rapsglanzkäfer wird zum Problem, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe auftreten. Landwirte sollten die Felder sorgfältig kontrollieren und die Zählung entlang von Transekten vornehmen – nicht nur am Rand oder an leicht auffindbaren Pflanzen. Gelbtafeln allein reichen für eine fundierte Spritzentscheidung nicht aus.

Zur Bekämpfung können acetamipridhaltige Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri zwischen den BBCH-Stadien 51 und 59 eingesetzt werden. Eine Mischung mit Netzmitteln ist laut der aktuellen Pflanzenschutzmittelverordnung (VV 553) jedoch nicht zulässig. Falls sowohl Rapserdflöhe als auch Rapsglanzkäfer behandelt werden müssen, kommt Trebon 30 EC infrage – allerdings erst nach Beendigung der täglichen Bienenflugaktivität.

Wo möglich, bieten tau-fluvalinathaltige Produkte wie Mavrik Vita oder Evure eine bienenfreundliche Alternative. Im Gegensatz zu vielen anderen Mitteln dürfen sie auch noch nach BBCH 59 angewendet werden. In manchen Fällen kann auf Insektizide sogar vollständig verzichtet werden, was Kosten spart und Nützlinge schont.

Landwirte müssen den Pflanzenschutz mit ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten abwägen. Eine präzise Feldbeurteilung hilft, unnötige Spritzungen zu vermeiden und gleichzeitig die Erträge zu sichern. Die Wahl des Mittels und der Zeitpunkt hängen von der Käferdichte und der Bienenaktivität vor Ort ab.

Quelle