Proteste im MLK-Park: Warum Mainz keine Hundezone plant – trotz Millionen aus Hundesteuern
Jakob KrausProteste im MLK-Park: Warum Mainz keine Hundezone plant – trotz Millionen aus Hundesteuern
Martin-Luther-King-Park (MLK) in Mainz ist eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt. Die Grünanlage ist zudem ein beliebter Treffpunkt für Hundehalter, von denen viele ihre Tiere trotz bestehender Leinenpflicht frei laufen lassen.
Im Mai 2024 billigte der Stadtrat Pläne zur Neugestaltung des Bereichs um den MLK-Park. Die überarbeitete Planung sieht Bänke, einen Tischtennistisch, eine Boule-Bahn, ein Fußballfeld und einen Basketballkorb vor – einen ausgewiesenen Hundepark jedoch nicht.
Enttäuscht über das Fehlen entsprechender Einrichtungen organisierten Anwohner mit ihren Hunden im Juli 2025 eine Protestaktion im Park. Die Demonstration bewirkte, dass der Rat aktiv wurde: Bis September 2025 wurden die Behörden angewiesen, mögliche Standorte für neue Hundeauslaufzonen in ganz Mainz zu prüfen.
Stadträtin Steinkrüger betonte später, dass bestehende öffentliche Grünflächen nicht in Hundeparks umgewandelt würden. An dieser Haltung hält die Stadt fest – auch wenn Hundehalter den MLK-Park weiterhin frei nutzen. Gleichzeitig nahm Mainz 2024 Millionen durch Hundesteuern ein und behauptet, die höchsten derartigen Gebühren in Deutschland zu erheben.
Die Umgestaltung des MLK-Parks wird ohne Hundezone fortgesetzt, trotz anhaltender Nachfrage. Stattdessen will die Stadt alternative Flächen für freies Laufen ohne Leine prüfen. Bis dahin müssen Hundehalter in öffentlichen Grünanlagen weiterhin die Leinenpflicht einhalten.






