Prien will soziale Medien für Jugendliche strenger regulieren – doch Verbote sind tabu
Amelie SeidelPrien will soziale Medien für Jugendliche strenger regulieren – doch Verbote sind tabu
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat die Pläne für strengere Regeln für junge Nutzer in sozialen Medien bekräftigt. Im Mittelpunkt der Vorschläge stehen Schutz, Stärkung und Teilhabe als zentrale Grundsätze. Eine endgültige Entscheidung soll nach den Empfehlungen einer Fachkommission fallen, die im Juni erwartet werden.
Prien betonte, dass die Kombination aus Schutz, Stärkung und Teilhabe entscheidend für eine wirksame Politik sei. Gegenüber der Bild erklärte sie, die Thematik werde weiterhin intensiv diskutiert. Die Bundesregierung warte zunächst auf die fachliche Einschätzung, bevor ein konkretes Maßnahmenpaket ausgearbeitet werde.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte sich zuvor gegen ein pauschales Verbot sozialer Medien ausgesprochen. Stattdessen hob er die Bedeutung elterlicher Verantwortung und einer besseren Medienkompetenz hervor. Prien erkannte diese Punkte an, hielt jedoch daran fest, dass eine neue Gesetzgebung weiterhin geprüft werde.
Die geplanten Regeln sollen gezielt regeln, wie Kinder und Jugendliche mit sozialen Plattformen umgehen. Priens Haltung deutet auf einen ausgewogenen Ansatz hin, der auf pauschale Verbote verzichtet.
Die Bundesregierung wird die Ergebnisse der Fachkommission im Juni auswerten, bevor über konkrete Schritte entschieden wird. Falls die neuen Regeln verabschiedet werden, würden sie klarere Leitlinien für junge Nutzer sozialer Medien einführen. Priens Äußerungen lassen erkennen, dass elterliche und pädagogische Unterstützung eine zentrale Rolle in der geplanten Politik spielen werden.






