PGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodellen für Familien
Anna KrausePGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodellen für Familien
PGIM, eine Tochtergesellschaft von Prudential Financial, steigt in den deutschen Reihenhausmarkt ein. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Wende im Immobiliensektor des Landes, wo große Investoren bisher selten Einfamilienhäuser ins Visier genommen haben. Das Unternehmen plant, sich auf langfristige Vermietungen zu konzentrieren, statt die Objekte schnell zu verkaufen.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der der deutsche Wohnimmobilienmarkt an Schwung verliert. Entwickler sind zunehmend auf Vorverkäufe angewiesen, um Finanzierungen zu sichern – was institutionelle Anleger auf den Plan ruft. Im Gegenzug für niedrigere Einstiegspreise bieten diese Investoren teilweise Garantien für die Vorverkäufe an.
PGIM setzt bei den Reihenhäusern auf modularen Bau und hält die Kosten zwischen 1.900 und 2.000 Euro pro Quadratmeter. Die Häuser sollen dann für 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter vermietet werden, was monatliche Mieten von etwa 1.700 bis 1.800 Euro ergibt. Die Preise sind so kalkuliert, dass sie für Familien erschwinglich bleiben.
Sebastiano Ferrante, Europa-Chef von PGIM, bestätigte gegenüber dem Handelsblatt das Interesse des Unternehmens an diesem Segment. Die Firma sieht großes Potenzial in den Speckgürteln großer Städte, wo die Nachfrage nach familienfreundlichem Wohnraum weiterhin hoch ist.
Mit dem Einstieg in den Reihenhausmarkt bringt PGIM neue Dynamik in die deutsche Immobilienlandschaft. Durch langfristige Mietangebote zu wettbewerbsfähigen Konditionen könnte das Unternehmen dazu beitragen, einen von Finanzierungsproblemen geprägten Sektor zu stabilisieren. Gleichzeitig eröffnet der Schritt anderen Großinvestoren die Tür, ähnliche Chancen im Bereich der Einfamilienhäuser zu erkunden.






