NRW-Bauministerin Scharrenbach in der Kritik: Giftiges Arbeitsklima und Mobbing-Vorwürfe
Jakob KrausScharrenbach bietet Mitarbeitern nach Vorwürfen persönliche Gespräche an - NRW-Bauministerin Scharrenbach in der Kritik: Giftiges Arbeitsklima und Mobbing-Vorwürfe
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach steht in der Kritik: Vorwürfe wegen giftigen Arbeitsklimas
Die nordrhein-westfälische Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, in ihrem Ministerium ein toxisches Arbeitsumfeld gefördert zu haben. Berichten zufolge herrsche dort eine Atmosphäre der "Angst und Einschüchterung"; seit Monaten häufen sich Schilderungen von Mobbing und Machtmissbrauch. Die Problematik wurde bekannt, nachdem interne Dokumente von Führungskräften geprüft worden waren.
Erste Hinweise auf die Missstände erreichten Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei, bereits lange vor der Bundestagswahl 2025. Im Januar 2025 informierte ihn ein Personalvertreter einer Behörde über Fehlverhalten in Scharrenbachs Ministerium. Ein hoher Beamter äußerte später: "Diese Frau hat mich zerstört."
Fragen zur Führungsqualität kamen früh in der Legislaturperiode auf – insbesondere während der Umstrukturierung der Abteilung für digitale Verwaltung. Zwar gab es Gespräche mit Scharrenbach und Staatssekretär Daniel Sieveke, doch abgesehen von allgemeinen Modernisierungsbemühungen existieren keine detaillierten öffentlichen Aufzeichnungen über das interne Klima im Ministerium.
Mittlerweile hat Scharrenbach eingeräumt, dass ihr Führungsstil nicht jedem Mitarbeiter entsprochen haben könnte. Die Kritik habe sie tief getroffen, erklärte sie. Als Reaktion bot sie persönliche Gespräche mit betroffenen Beschäftigten an und arbeitete mit dem Personalrat zusammen, um die Vorwürfe aufzuarbeiten.
Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Führungsprozesse wurden inzwischen eingeleitet, darunter gemeinsame Sitzungen mit Mitarbeitenden und eine stärkere Einbindung der Personalvertretungen.
Nach monatelanger interner Prüfung hat das Ministerium nun Schritte eingeleitet, um seine Führungskultur zu reformieren. Scharrenbachs Angebot zu direkten Gesprächen mit den Beschäftigten folgt auf dokumentierte Beschwerden über das Arbeitsverhalten. Die Änderungen zielen darauf ab, weitere Konflikte in der Abteilung für digitale Verwaltung und anderen Bereichen zu verhindern.






