Novelis Koblenz verhindert betriebsbedingte Kündigungen durch Tarifkompromiss
Anna KrauseNovelis Koblenz verhindert betriebsbedingte Kündigungen durch Tarifkompromiss
Am Novelis-Werk in Koblenz konnten betriebsbedingte Kündigungen abgewandt werden, nachdem sich Belegschaft und Unternehmensführung auf ein umfassendes Paket geeinigt haben. Die Einigung folgt monatelangen Verhandlungen, in denen sich die Beschäftigten gegen die ursprünglichen Pläne des Unternehmens wehrten, 197 Stellen wegen wirtschaftlicher Zwänge abzubauen.
Ursprünglich hatte das Unternehmen die Stellenstreichungen als Teil von Sparmaßnahmen vorgeschlagen. Doch die Belegschaft, unterstützt von der IG Metall Koblenz, lehnte betriebsbedingte Entlassungen ab. Der leitende Vertreter Ali Yener führte den Erfolg auf den anhaltenden Druck der Beschäftigten zurück und betonte, dass faire Lösungen möglich seien, wenn die Arbeitnehmer*innen zusammenstehen.
Das ausgehandelte Paket umfasst einen Tarifvertrag unter dem Titel „Betriebliche Effizienz“, der Löhne während struktureller Veränderungen schützt. Zudem werden freiwillige Arbeitszeitreduzierungen gefördert. Weitere Maßnahmen sehen ein freiwilliges Austrittsprogramm, flexible Schichtmodelle und gleitende Übergänge in den Ruhestand vor.
Denis Hammer, Vorsitzender des Betriebsrats, unterstrich, dass betriebsbedingte Kündigungen von vornherein inakzeptabel gewesen seien. Stattdessen setze die Vereinbarung auf Weiterqualifizierung, flexible Arbeitsmodelle und freiwillige Instrumente, um Zwangsentlassungen zu vermeiden.
Die Einigung garantiert, dass am Standort Koblenz keine betriebsbedingten Kündigungen erfolgen. Die Beschäftigten profitieren von Lohnsicherungen, freiwilligen Arbeitszeitanpassungen und neuen Schichtmodellen. Das Abkommen schafft damit einen Rahmen, um strukturelle Veränderungen ohne Zwangsentlassungen zu gestalten.






