Neuwieds Oberbürgermeister plant Wirtschaftswunder mit 70.000 Einwohnern bis 2034
Elias LehmannNeuwieds Oberbürgermeister plant Wirtschaftswunder mit 70.000 Einwohnern bis 2034
Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig hat einen ehrgeizigen Plan vorgelegt, um die Wirtschaftskraft der Stadt zu stärken und die Einwohnerzahl zu steigern. Seine Strategie setzt darauf, städtische Flächen gezielt zu nutzen, um Unternehmen anzusiedeln, Wohnraum zu schaffen und die Gewerbesteuereinnahmen zu erhöhen. Lokale Wirtschaftsführer wie Kai Rinklake, Geschäftsführer von Skylotec, unterstützen den Vorschlag bereits als solide Grundlage für künftiges Wachstum.
Einig kritisierte frühere Bemühungen zur Entwicklung von Gewerbegebieten als ziel- und konzeptlos. Nun will er einen entschlosseneren Kurs einschlagen und sicherstellen, dass Flächen strategisch an Unternehmen vergeben werden. Ziel ist es, die Branchenvielfalt zu fördern und die wirtschaftliche Basis Neuwieds zu festigen.
Ein zentraler Baustein des Plans sieht vor, innerhalb der nächsten fünf Jahre erste Grundstücke für Unternehmen bereitzustellen. Um die Vorhaben zu finanzieren, verhandelt Einig derzeit mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Parallel zum Wirtschaftsaufschwung will er den Wohnungsbau ausweiten, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Langfristig strebt der Oberbürgermeister an, die Einwohnerzahl Neuwieds innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf 70.000 zu steigern. Rinklake lobte Einigs Fokus auf nachhaltiges Wachstum und bezeichnete die Pläne als „gut durchdachte Roadmap für die Zukunft der Stadt“.
Die Strategie verbindet Wirtschaftsförderung, Wohnraumentwicklung und finanzielle Weichenstellungen. Bei Erfolg könnte sie die Wirtschaft Neuwieds neu prägen und weitere Bewohner anziehen. Die ersten Schritte hängen nun davon ab, die Finanzierung zu sichern und Flächen für neue Unternehmen vorzubereiten.






