Neuer Tante-Enso-Markt in Schweskau füllt Versorgungslücke und wird zum Nachbartreff
Jakob KrausNeuer Tante-Enso-Markt in Schweskau füllt Versorgungslücke und wird zum Nachbartreff
Neuer Tante-Enso-Supermarkt in Lemgows Ortsteil Schweskau eröffnet
In Lemgows Stadtteil Schweskau hat ein neuer Tante-Enso-Markt seine Türen geöffnet und die Lücke geschlossen, die nach der Schließung des Edeka-Standorts entstanden war. Der Laden ist Teil von Ensos Strategie, in ländliche Regionen zu expandieren, die von größeren Handelskette oft vernachlässigt werden. Die Anwohner haben nun wieder eine lokale Einkaufsmöglichkeit – der nächste Alternativsupermarkt war zuvor fünf Kilometer entfernt.
Die Chance ergab sich, nachdem Migros seinen Rückzug vom deutschen Markt bekannt gegeben und seine Tegut-Filialen zum Verkauf angeboten hatte. Enso schloss zügig eine Vereinbarung, um bis zu 36 dieser Standorte zu übernehmen, mit Fokus auf kleinere, ländliche Filialen, die Ketten wie Edeka, Rewe und Aldi bisher ignoriert hatten. Der Deal steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden.
Das Tante-Enso-Konzept verbindet den Charme eines traditionellen Tante-Emma-Ladens mit modernem Einzelhandel. In Lemgow führt der Markt regionale Produkte, darunter Eier und Kartoffeln, die vom stellvertretenden Bürgermeister geliefert werden. Über das reine Einkaufen hinaus ist der Standort zu einem sozialen Treffpunkt geworden: Anwohner treffen sich draußen für ein Eis, einen Kaffee oder kleine Nachbarschaftsveranstaltungen.
Enso betreibt bereits fast 90 Tante-Enso-Filialen in ganz Deutschland. Das Geschäftsmodell zielt auf Dörfer und Kleinstädte ab, in denen der Zugang zu Supermärkten begrenzt ist, und stellt sicher, dass die Bewohner keine weiten Wege für den täglichen Bedarf zurücklegen müssen.
Die Eröffnung in Lemgow ist Ensos jüngster Schritt, um den lokalen Einzelhandel in unterversorgten Gebieten zu stärken. Sollte die Übernahme der Tegut-Standorte genehmigt werden, könnten bis zu 36 weitere Gemeinden ähnliche Läden erhalten. Für die Schweskauer Bewohner bedeutet die Neueröffnung vorerst: Sie haben nicht nur einen Supermarkt zurück, sondern auch einen Ort der Begegnung.






