Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Rückgang mit Rekordförderungen und 758 neuen Wohnungen
Amelie SeidelMönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Rückgang mit Rekordförderungen und 758 neuen Wohnungen
Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Schub im Wohnungsbau und setzt damit dem landesweiten Rückgang in Nordrhein-Westfalen etwas entgegen. Die Stadt bewilligte für 2025 Subventionen in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 neue Wohnungen – fast so viel wie im Rekordjahr 2024. Gleichzeitig sank die Wohnungsbauleistung im gesamten Bundesland auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren, mit einem Rückgang der Fertigstellungen um 9,4 %.
Im Jahr 2025 wurden in Mönchengladbach 758 neue Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Die Bauquote der Stadt lag bei 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und platzierte sie damit auf Platz drei unter den kreisfreien Städten der Region. Dieser Wert liegt 43 % über dem Landesdurchschnitt von 19,8.
Der Aufschwung folgt auf die 2023 gestartete Wohnungsbauinitiative der Stadt, in die rund 43 Millionen Euro Eigenkapital flossen. Für jeden investierten Euro sicherte sich Mönchengladbach bis zu fünf Euro an zusätzlichen Fördermitteln und Krediten. Auch die Ausgaben für den sozialen Wohnungsbau stiegen rasant an – von nur 5 % im Jahr 2021 auf 274 % im Jahr 2024.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs führte den Erfolg auf langfristige Planung und gezielte Maßnahmen zurück. Das Programm „Wohnen für Alle“ der Stadt konzentriert sich auf bezahlbaren Wohnraum, barrierefreies Wohnen und die Aufwertung innerstädtischer Viertel.
Demgegenüber sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in ganz Nordrhein-Westfalen 2025 auf 37.185. Experten nennen steigende Kreditzinsen und Baukosten als Hauptgründe für den bundesweiten Rückgang.
Mönchengladbachs Ansatz hebt sich in einem schwierigen Marktumfeld ab. Mit Rekordförderungen und einem deutlichen Anstieg der Fertigstellungen baut die Stadt ihren Wohnungsbestand weiter aus – trotz übergeordneter Herausforderungen. Die Strategie dient mittlerweile als Vorbild, wie Wachstum auch in einer regionalen Abschwungphase aufrechterhalten werden kann.






