19 April 2026, 18:08

Mehrwertsteuer-Erhöhung löst politischen Eklat in Deutschland aus

Demonstranten mit einem Banner "Kein Grund zu Feiern" gegen deutsche Sparmaßnahmen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Mehrwertsteuer-Erhöhung löst politischen Eklat in Deutschland aus

Eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer hat in Deutschland scharfe Kritik von politischen Spitzenvertretern ausgelöst. Bei einer Regierungsbefragung am Mittwoch lehnte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) es ab, diese Option auszuschließen – und löste damit umgehend heftigen Widerstand aus. Mittlerweile haben sich mehrere Ministerpräsidenten gegen den Vorschlag ausgesprochen und warnen vor den Folgen für Haushalte und Unternehmen.

Bundeskanzler Merz räumte ein, dass es sich um ein sensibles Thema handle, betonte jedoch, die Entlastung von Bürgern und Unternehmen bleibe die vorrangige Priorität der Regierung. Gleichzeitig deutete er an, dass der derzeit ermäßigte Mehrwertsteuersatz eher weiter gesenkt als angehoben werden könnte.

In Thüringen kritisierte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) den Vorstoß scharf: Eine höhere Mehrwertsteuer würde den Alltag für normale Menschen weiter verteuern. Sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer (CDU) nannte die Idee "genau das Falsche, was wir jetzt brauchen".

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Auch die SPD positionierte sich klar dagegen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erklärte, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer dürfe "unter keinen Umständen" kommen. Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat für das Berliner Regierungsbürgermeisteramt, warnte, ein solcher Schritt würde einkommensschwache und mittlere Haushalte überproportional belasten.

Die Debatte um die Mehrwertsteuer offenbart tiefe Gräben: Sowohl Länderchefs als auch Oppositionspolitiker lehnen eine Anhebung entschieden ab. Zwar ließ Merz' Aussage Raum für Diskussionen, doch der massive Widerstand deutet auf erhebliche Vorbehalte hin. Nun bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung alternative Maßnahmen prüft, um Haushalte und Unternehmen zu entlasten.

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