05 June 2026, 18:34

Matthias Hundt bleibt trotz Insolvenzermittlungen im Amt – Senat will ihn entlassen

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt bleibt trotz Insolvenzermittlungen im Amt – Senat will ihn entlassen

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, nimmt seinen Rücktritt zurück

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Prüfungen seiner früheren Geschäftstätigkeiten. Hundt begründete seinen Verbleib im Amt mit Frust über Medienberichte und unbegründete Vorwürfe.

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen Hundt im Zusammenhang mit der Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Das Unternehmen meldete am 25. November 2025 Insolvenz an. Zudem prüfen die Behörden, ob unbeglichene Beiträge zur Deutschen Rentenversicherung vorliegen.

Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt angeboten, diesen später jedoch widerrufen. Er erklärte, anhaltende Mediengerüchte und haltlose Anschuldigungen hätten ihn zu dieser Kehrtwende bewogen. Dennoch treibt der Berliner Senat seine Entlassung voran; eine endgültige Entscheidung wird für Dienstag erwartet.

Unterlagen zufolge war Hundt niemals Gesellschafter der Humboldt Capture Germany GmbH, sondern fungierte bis Herbst 2024 als externer Geschäftsführer. Im Falle einer Entlassung stünde ihm eine Abfindung von rund 72.000 Euro zu – entsprechend einem halben Jahresgehalt.

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Die geplante Entlassung durch den Senat folgt den Ermittlungen zu finanziellen Unregelmäßigkeiten bei der SDC Sachsen Digital Consulting. Die Auszahlung der Abfindung bleibt vorläufig genehmigungspflichtig, während die Rentenprüfung weiterläuft. Das Ergebnis der Untersuchungen wird zeigen, ob weitere Schritte eingeleitet werden.

Quelle