26 March 2026, 16:07

Mainzer Schüler wählen anders: Probewahlen zeigen überraschende Trends vor Landtagswahl

Altes Buch mit dem Titel 'Deutsche Schule in den Niederlanden, 1777' zeigt eine Illustration eines roten Hauses umgeben von Bäumen und einem Zaun.

Mainzer Schüler wählen anders: Probewahlen zeigen überraschende Trends vor Landtagswahl

Schüler in Mainz nehmen an Probewahlen teil – mit deutlichen Abweichungen zum echten Landesergebnis

Schülerinnen und Schüler in Mainz haben kürzlich an simulierten Wahlen teilgenommen, die die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz nachbildeten. Die Ergebnisse wichen deutlich von den tatsächlichen Stimmen der Unter-25-Jährigen im März 2026 ab. Während die rechtspopulistische AfD bei der echten Wahl unter jungen Wählerinnen und Wählern führend war, zeigten die Schulwahlen eine breite Streuung der Präferenzen – je nach Schule und Institution unterschiedlich.

Mehrere Bildungseinrichtungen in Mainz organisierten "Juniorwahlen", bei denen Schüler unter realistischen Bedingungen ihre Stimme abgaben. Am Gutenberg-Gymnasium setzte sich die SPD mit 29,1 Prozent durch, gefolgt von den Grünen mit 21,4 Prozent. Am Frauenlob-Gymnasium gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Sowohl SPD als auch Grüne erreichten jeweils 26,1 Prozent.

An den Bischöflichen Willigis-Schulen dominierte die CDU mit 30,8 Prozent, während die SPD auf 17,1 Prozent kam. An der Auguste-Cornelius-IGS in Hechtsheim führte dagegen die Linke mit 28,9 Prozent, vor der SPD mit 19,3 Prozent. Auch an der IGS Bretzenheim lag die SPD mit 25 Prozent vorn, knapp vor der Linken mit 19,5 Prozent.

Am Otto-Schott-Gymnasium erreichten die Grünen mit 31,7 Prozent den höchsten Wert und verwiesen die SPD auf Platz zwei. Diese schulischen Ergebnisse standen im Kontrast zur offiziellen Auszählung der Unter-25-Stimmen in Rheinland-Pfalz, wo die AfD mit 21 Prozent stärkste Kraft war. SPD und CDU folgten mit 20 bzw. 15 Prozent, die Linke kam auf 16 Prozent.

In den Probewahlen belegten CDU, FDP und Linke allesamt Plätze in den Top Five, wobei die CDU insgesamt die meisten Stimmen erhielt. Nach den geltenden Wahlregeln hätten FDP und Linke jedoch keinen Einzug in den Landtag geschafft.

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Die Schülerwahlen zeigten, wie vielfältig die politischen Neigungen junger Menschen im Vergleich zum offiziellen Ergebnis ausfallen können. Während die AfD bei der echten U25-Wahl am stärksten abschnitt, variierten die Präferenzen auf Schulebene deutlich. Die Übung bot den Jugendlichen zudem eine praktische Erfahrung mit demokratischen Prozessen – als Vorbereitung auf künftige Wahlen.

Quelle