Mainzer Marktfrühstück zieht um – warum der Schillerplatz für Streit sorgt
Elias LehmannMainzer Marktfrühstück zieht um – warum der Schillerplatz für Streit sorgt
Mainzer "Marktfrühstück" zieht um – neuer Standort am Schillerplatz
Die beliebte Veranstaltungsreihe Marktfrühstück in Mainz hat am Schillerplatz ein neues Zuhause gefunden, nachdem sie von ihrem bisherigen Standort umgezogen ist. Das Event, das jeden Samstag von März bis in den späten Herbst stattfindet, feierte dort im März 2023 Premiere. Doch der Umzug stößt bei Anwohnern und Gewerbetreibenden auf Widerstand.
Die Stadtverwaltung entschied sich für den Schillerplatz wegen seiner guten Erreichbarkeit, Sichtbarkeit und lebendigen Atmosphäre. Der Beschluss fiel, nachdem die Veranstaltung ihren früheren Standort am Leichhof aufgrund steigender Besucherzahlen aus allen Nähten geplatzt war. Ab 2025 wird der Schillerplatz den Liebfrauenplatz dann vollständig als neuen Hauptstandort ablösen – neben den bestehenden Locations am Tritonplatz und am Rheinufer.
Proteste von Anwohnern und Geschäftsinhabern führten zunächst zu einer Verzögerung des ursprünglichen Starttermins. Agnese De Covre, Inhaberin des Eiscafé De Covre, kritisierte, dass die lokalen Händler vor dem Umzug nicht angehört worden seien. Auch Oberbürgermeister Nino Haase äußerte Bedenken, insbesondere wegen der Verkehrsbehinderungen in der Nähe des Fischtors.
Trotz der Kritik betonen Stadtvertreter, man nehme die Sorgen der Anwohner ernst. Haase rief die Bürger später dazu auf, den Besucherstrom zu akzeptieren, und verwies auf die Beliebtheit der Veranstaltung sowie ihre wirtschaftliche Bedeutung für die Region.
Das Marktfrühstück findet nun jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr auf dem Schillerplatz statt – und das bis Oktober oder November. Weitere Standorte sind in den kommenden Jahren nicht geplant. Die Stadt bleibt im Dialog mit den Bürgern, um den Erfolg des Events mit den Interessen des Viertels in Einklang zu bringen.






