Mainz plant bedarfsgerechte Kinderbetreuung bis 2026 – doch die Lücken bleiben
Anna KrauseMainz plant bedarfsgerechte Kinderbetreuung bis 2026 – doch die Lücken bleiben
Mainz legt Entwurf des Kinderbetreuungsbedarfsplans 2026 vor
Die Stadt Mainz hat den Entwurf ihres Kinderbetreuungsbedarfsplans 2026 veröffentlicht. Mit der Strategie soll das Angebot an Betreuungsplätzen bedarfsgerecht auf die einzelnen Stadtteile abgestimmt werden. Die Verantwortlichen betonen die Bedeutung einer präzisen Kapazitätsplanung und inklusiver Betreuungsangebote.
Stand 30. September 2025 hatten 10.096 Kinder in Mainz einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz – doch nur 9.381 Plätze standen zur Verfügung. Der neue Plan zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen und gleichzeitig sich verändernde Nachfragen zu berücksichtigen. In einigen Stadtteilen wie Neustadt, Gonsenheim und Bretzenheim sinken die Geburtenraten bereits.
Schwerpunkte der Ausbauplanung liegen in Weisenau, während in Oberstadt, Neustadt und Mombach Anpassungen oder Verlegungen von Einrichtungen vorgesehen sind. Zudem muss die künftige Planung die schulische Nachmittagsbetreuung einbeziehen – wie es das Ganztagsförderungsgesetz (Kinderbetreuungs- und Bildungsausbau) vorschreibt. Das Gesetz führt schrittweise einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Grundschulkinder ein.
Jana Schmöller, Sozial- und Kinderdezernentin der Stadt Mainz, erläuterte, dass es darum gehe, das Angebot an den tatsächlichen Bedarf in jedem Stadtteil anzupassen. Der Plan legt besonderen Wert auf inklusive Kinderbetreuung, insbesondere für Kinder mit Behinderungen. Trotz demografischer Veränderungen deuten Prognosen darauf hin, dass die Zahl der anspruchsberechtigten Kinder bis 2030 stabil bleiben wird.
Der Bedarfsplan skizziert einen strategischen Ansatz für die Betreuungskapazitäten in Mainz: Dort, wo es nötig ist, werden neue Plätze geschaffen, bestehende Angebote können verlagert oder angepasst werden. Die Stadt erwartet, dass diese Maßnahmen eine ausreichende und inklusive Kinderbetreuung für die kommenden Jahre sichern werden.






