12 April 2026, 04:07

Lehrerin kassierte 16 Jahre Krankengeld – und arbeitete heimlich als Heilpraktikerin

Ein Mann, mutmaßlich ein Lehrer, sitzt an einem Schreibtisch mit Büchern und Gegenständen vor einer Gruppe von Kindern, mit Papieren an der Wand hinter ihm.

Lehrerin kassierte 16 Jahre Krankengeld – und arbeitete heimlich als Heilpraktikerin

Eine Lehrerin am Berufskolleg Wesel bezieht seit über 16 Jahren bezahlten Krankengeldbezug – ohne ausreichende Begründung. In dieser Zeit arbeitete sie weiterhin als Heilpraktikerin für Alternativmedizin, während sie ihr volles Gehalt vom Land Nordrhein-Westfalen bezog. Nun ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf Betrug und Pflichtverletzung im Amt.

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Die Lehrerin war zuletzt 2009 regelmäßig im Schuldienst tätig, bevor sie ärztliche Atteste vorlegte, in denen eine psychische Erkrankung bescheinigt wurde. Trotz ihrer Abwesenheit wurde vonseiten des Landes niemals eine amtliche ärztliche Untersuchung eingeleitet. Stattdessen blieb sie beruflich als Alternativmedizinerin aktiv und bezog weiterhin ihr Gehalt.

Mittlerweile wurde ein Strafverfahren eingeleitet, das sich auf den Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs zwischen 2021 und 2025 konzentriert. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem, ob die Lehrerin und eine Mitarbeiterin des Bezirksregierungs Düsseldorf ihre dienstlichen Pflichten vernachlässigt haben. Im Rahmen der Ermittlungen durchsuchten Beamte ihre Wohnung in Duisburg und beschlagnahmten Dokumente sowie digitale Speichermedien.

Als Reaktion auf den Fall hat Nordrhein-Westfalen angekündigt, die Kontrollen bei langandauernden oder wiederkehrenden Krankschreibungen zu verschärfen. Damit soll verhindert werden, dass sich ähnliche Fälle in Zukunft wiederholen.

Die Ermittlungen dauern noch an, wobei die Behörden Beweise für möglichen Betrug und Pflichtverstöße auswerten. Sollte die Lehrerin schuldig gesprochen werden, drohen ihr rechtliche Konsequenzen. Gleichzeitig könnte das Land strengere Regelungen für Langzeiterkrankungen im öffentlichen Dienst einführen. Der Fall hat bereits zu politischen Maßnahmen geführt, um die Überwachung von Fehlzeiten im Staatsdienst zu verbessern.

Quelle