Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich ein Duell um die Macht
Jakob KrausSchweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich ein Duell um die Macht
Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Kopf-an-Kopf-Rennen am 22. März
Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März verspricht ein enges Rennen zu werden. Die SPD, die seit 1991 an der Regierung ist, sieht sich einer starken Herausforderung durch die CDU gegenüber – Umfragen zeigen beide Parteien fast gleichauf. Spitzenkandidat Alexander Schweitzer gibt sich zwar siegesgewiss, schließt aber eine große Koalition notfalls nicht aus.
In den letzten Tagen vor der Wahl kämpfte Schweitzer mit Nachdruck um Stimmen und erhielt bei einer Kundgebung in Landau Unterstützung von den früheren SPD-Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Dabei betonte er seine Führungserfahrung und verwies sogar auf seine Kindheit auf einem Binnenschiff, um seine Wurzeln und Widerstandsfähigkeit zu unterstreichen.
Aktuelle Umfragen sehen CDU und SPD bei 28 bis 29 Prozent – ein deutlicher Kontrast zu 2021, als die SPD 35,7 Prozent holte und die CDU auf 27,7 Prozent abrutschte. Diesmal legt die AfD kräftig zu und kommt auf 19 Prozent (2021: 8,3 Prozent), während die Grünen stabil bei 8 bis 9 Prozent liegen.
Schweitzer lehnte es wiederholt ab, in einer CDU-geführten Regierung mitzuwirken. Stattdessen vergleicht er die Führung einer Koalition mit dem Platz am Steuer – nicht auf dem Beifahrersitz. Zwar schließt er eine große Koalition nicht kategorisch aus, doch die SPD müsse in einem solchen Bündnis die Richtlinien bestimmen.
Die Wahl markiert einen Wendepunkt für die SPD, die Rheinland-Pfalz seit über drei Jahrzehnten ohne Unterbrechung regiert. Schweitzers Haltung spiegelt sowohl Entschlossenheit als auch Pragmatismus wider, während die Partei um den Erhalt ihrer Vorherrschaft kämpft.
Das Ergebnis wird zeigen, ob die SPD ihre lange Regierungszeit verlängern kann oder eine Machtverschiebung droht. Da die CDU in manchen Umfragen leicht vorn liegt, könnten Koalitionsverhandlungen entscheidend werden. Schweitzers Weigerung, einem CDU-geführten Kabinett beizutreten, lässt jedoch die Frage offen, wie ein Patt aufgelöst werden könnte.






