24 May 2026, 10:06

Lada Deutschland schließt endgültig – das Ende einer Automarke mit bewegter Geschichte

Lada-Importeur schließt nach 50 Jahren in Deutschland

Lada Deutschland schließt endgültig – das Ende einer Automarke mit bewegter Geschichte

Lada Deutschland GmbH, einst ein wichtiger Akteur auf dem deutschen Automarkt, hat nun endgültig die Tore geschlossen. Das Unternehmen, das in den 1990er-Jahren half, Kia in Deutschland zu etablieren, kämpfte jahrelang mit sinkenden Verkaufszahlen und wachsenden finanziellen Problemen.

Der Niedergang begann 2019, als AvtoVAZ, die Muttergesellschaft von Lada, die offiziellen Lieferungen in die EU einstellte. Der Grund: Die russischen Lada-Modelle erfüllten nicht die strengeren Abgasnormen der Euro-6d-TEMP-Stufe. Eine Nachrüstung der Fahrzeuge erwies sich als zu kostspielig – für die Marke blieb keine tragfähige Lösung.

Bis 2022 kamen die Lieferungen von Lada-Fahrzeugen und Ersatzteilen aus Russland nach Deutschland vollständig zum Erliegen. Sanktionen und logistische Hindernisse machten Importe unmöglich. In einem letzten Versuch wechselte Lada Deutschland zu chinesischen Marken wie JAC Motors und Dayun, doch die Verkäufe blieben weit hinter den Erwartungen zurück.

Später versuchte das Unternehmen, sich mit dem Niva, seinem robusten Geländemodell, über Wasser zu halten. Doch auch dieser Schritt konnte die Schieflage nicht wenden. Die jährlichen Verkaufszahlen waren bereits auf wenige Dutzend Fahrzeuge eingebrochen – das Schicksal der Marke war damit besiegelt.

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Lada Deutschland befindet sich nun in der endgültigen Abwicklungsphase. Das Ende der Geschäftstätigkeit markiert das Aus einer Ära für eine Marke, die einst eine bemerkenswerte Rolle auf dem deutschen Automarkt spielte. Mit weiteren Rettungsversuchen ist nicht mehr zu rechnen.

Quelle