Kriminalität in Hannover sinkt auf Zehn-Jahres-Tief – doch eine Zahl gibt Rätsel auf
Anna KrauseWeniger Straftaten in der Region Hannover gemeldet - Kriminalität in Hannover sinkt auf Zehn-Jahres-Tief – doch eine Zahl gibt Rätsel auf
Kriminalität in der Region Hannover auf zweittiefstem Stand seit einem Jahrzehnt
Die Kriminalität in der Region Hannover ist auf den zweittiefsten Stand seit zehn Jahren gesunken. Die offiziellen Zahlen für 2025 zeigen einen Rückgang der registrierten Straftaten um 6,42 %, mit insgesamt 103.478 gemeldeten Fällen. Gleichzeitig verzeichneten die Behörden Fortschritte bei der Bekämpfung von Gewalt- und häuslicher Gewalt im selben Zeitraum.
Die Gesamtzahl der Straftaten sank 2025 auf 103.478 – im Vorjahr waren es noch 110.575 gewesen. Dieser Rückgang entspricht einer Verringerung um 6,42 % und stellt den zweittiefsten Wert der letzten zehn Jahre dar. Zugleich stieg die Aufklärungsquote auf 61,14 %, was bedeutet, dass mehr Fälle als zuvor gelöst werden konnten.
Gewaltdelikte und Messerangriffe gingen zurück und trugen so zu einer insgesamt verbesserten öffentlichen Sicherheit bei. Auch die Fälle von häuslicher Gewalt nahmen ab, allerdings stieg die Zahl der Opfer leicht an. Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen verringerte sich auf 41.388, wobei etwa 75 % von ihnen männlich waren.
Die demografischen Daten zeigen, dass rund 57 % der Tatverdächtigen die deutsche Staatsbürgerschaft besaßen. Etwa 81 % waren 21 Jahre oder älter. Der allgemeine Trend passt zu einem Rückgang der Kriminalität in ganz Niedersachsen um 4,28 %, wo die Quote nun bei 6.329 Straftaten pro 100.000 Einwohner liegt – der drittniedrigste Wert seit zehn Jahren.
Die Zahlen für 2025 zeichnen das Bild einer sichereren und stabileren Situation in der Region Hannover. Mit weniger Straftaten, einer höheren Aufklärungsquote und einem Rückgang der Gewaltkriminalität spiegeln die Daten messbare Fortschritte wider. Dennoch deutet der leichte Anstieg der Opferzahlen darauf hin, dass in einigen Bereichen weiterhin Handlungsbedarf besteht.