Koblenz startet Demokratiewochen mit klarer Botschaft für mehr Teilhabe
Jakob KrausKoblenz startet Demokratiewochen mit klarer Botschaft für mehr Teilhabe
Demokratie-Konferenz in Koblenz eröffnet die diesjährigen Demokratiewochen
Die Demokratie-Konferenz in Koblenz hat in diesem Jahr offiziell die Demokratiewochen eingeläutet. Die bereits zum sechsten Mal stattfindende Veranstaltung brachte lokale Führungskräfte und Aktivist:innen zusammen, um über die Stärkung demokratischer Werte zu diskutieren. Die Organisator:innen wollten gezielt auch jene ansprechen, die der Demokratie skeptisch oder überdrüssig gegenüberstehen – und unterstrichen damit das Engagement der Stadt für bürgerliche Teilhabe.
Die Konferenz fand in der Handwerkskammer Koblenz statt und wurde von der Partnerschaft für Demokratie Koblenz ausgerichtet. Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Kammer, eröffnete die Veranstaltung, während Ingo Schneider, Leiter des Bereichs Bildung und Kultur, das starke Netzwerk demokratischer Unterstützer:innen in Koblenz lobte.
Die Teilnehmenden arbeiteten in verschiedenen Gruppen zu zentralen Themen: aktuelle Herausforderungen, künftige Schwerpunkte und die Frage, wie unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden können. Zudem wurden Wege erörtert, die Zusammenarbeit zwischen lokalen Projekten zu verbessern. Allein in Koblenz wurden im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" in den vergangenen vier Jahren (2020–2024) über 170 Initiativen gefördert.
Die nächste Phase des Programms "Demokratie leben!" läuft von 2025 bis 2032 und legt einen besonderen Fokus auf Kinder, Jugendliche und lokale Gemeinschaften. Während die genauen Fördermittel für Koblenz noch nicht feststehen, unterstützte Hessen im Jahr 2025 bereits 28 Partnerschaften; bundesweit sind für 2026 weitere 30 geplant. Als aktuelle Erfolge wurden unter anderem Festivals und Aufklärungskampagnen in Burg und Bensheim hervorgehoben.
Die Konferenz bildete den Auftakt für die diesjährigen Demokratiewochen und festigte Koblenz' langjährige Tradition der zivilgesellschaftlichen Mitwirkung. Mit dem erneuerten Bundesprogramm und klarer definierten Zielgruppen wollen die Verantwortlichen die demokratische Teilhabe in der Region weiter ausbauen. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr die anhaltenden Bemühungen der Stadt, eine widerstandsfähigere Demokratie aufzubauen.






