Koblenz plant Übergangsschule in Goldgrube – doch Eltern protestieren
Der Stadtrat von Koblenz hat Pläne für eine neue Übergangsschule im Stadtteil Goldgrube genehmigt. Die Entscheidung fällt nach dringenden Sicherheitsbedenken am Max-von-Laue-Gymnasium. Doch das Projekt stößt bereits auf Widerstand bei Eltern und Anwohnern.
Am 28. Mai gab der Rat grünes Licht für den Standort Goldgrube, da das Gelände der Stadt gehört, bereits beräumt ist und eine Bodenuntersuchung durchlaufen hat. Die Übergangsschule wird in Modulbauweise errichtet, ist für eine Nutzungsdauer von bis zu 50 Jahren ausgelegt und soll rund 21,5 Millionen Euro kosten. Nach dem Umzug des Max-von-Laue-Gymnasiums soll die Einrichtung später auch anderen größeren Schulmodernisierungen in Koblenz dienen.
Von den Plänen betroffen ist auch die Pestalozzi-Grundschule, deren Schüler vorübergehend in ein Container-Gebäude umziehen, das 3,5 Millionen Euro kostet. Zudem wird das alte Schulgebäude für 750.000 Euro abgerissen.
Der Widerstand formiert sich schnell: Eine Online-Petition mit dem Titel „Keine Übergangsschule in Goldgrube auf Kosten unserer Kinder“ verzeichnete bis Donnerstagnachmittag bereits über 1.000 Unterschriften.
Die Übergangsschule soll zunächst akute Sicherheitsmängel am Max-von-Laue-Gymnasium beheben. Nach dieser Nutzung steht sie für künftige Schulmodernisierungen in Koblenz zur Verfügung. Trotz der Ratsentscheidung deutet der lokale Widerstand darauf hin, dass die Diskussion noch nicht abgeschlossen ist.






