25 March 2026, 16:11

Klimaschutzprogramm 2026: Rückschritte statt Fortschritte bei Erneuerbaren?

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem "Klima-Krise ist eine Krise"-Schild die Straße entlang, mit Bäumen, Laternenmasten, Schildern, einem geparkten Fahrzeug, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Klimaschutzprogramm 2026: Rückschritte statt Fortschritte bei Erneuerbaren?

Das neueste Klimaschutzprogramm 2026 der Bundesregierung wurde am Mittwoch vom Kabinett verabschiedet. Kritiker werfen dem Plan jedoch vor, seinem ambitionierten Namen nicht gerecht zu werden und Fortschritte bei den erneuerbaren Energien zu gefährden.

Die Sprecherin von Fridays for Future (FFF), Linda Kastrup, bezeichnete das Programm als unzureichend im Kampf gegen die Klimakrise. Sie warnte vor schweren Rückschlägen in zentralen Vorhaben, darunter das Netzausbau-Beschleunigungsgesetz, das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

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Laut Kastrup würden diese Rücknahmen das Wachstum der Erneuerbaren und nachhaltiger Heizlösungen ausbremsen. Zudem könnten neue Windparks allein die negativen Folgen abgeschwächter Regelungen in den Bereichen Energie, Wärme und Verkehr nicht ausgleichen.

Die deutsche Energiepolitik hatte zuvor mit dem EEG 2023 die Ausbaubeschleunigung vorangetrieben, das den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent anhob. Das Gesetz sah zudem eine fast vollständige Dekarbonisierung bis 2035 vor. Weitere Gesetzespakete wie das RED-III-Umsetzungsgesetz und die Offshore-Wind-Richtlinien festigten diese Ziele 2025 durch vereinfachte Genehmigungsverfahren.

Nun steht das Klimaschutzprogramm 2026 in der Kritik, frühere Fortschritte zurückzudrehen. Kastrups Warnungen unterstreichen die Sorgen über verzögerte Erneuerbaren-Ausbauziele und verwässerte Klimapolitik. Die nächsten Schritte der Regierung werden zeigen, ob diese Rückschläge behoben – oder noch verschärft werden.

Quelle