Henkel kämpft 2023 mit sinkenden Umsätzen und steigenden Ölpreisen
Henkel, der Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, durchlebt ein schwieriges Jahr. Das Unternehmen verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2023 einen Rückgang der globalen Nachfrage nach seinen Kernprodukten. Steigende Kosten und wirtschaftliche Belastungen zwingen den Konzern nun, über Preisanpassungen nachzudenken.
Im Jahr 2021 hatte Henkel noch einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro erzielt – gestützt von einer Belegschaft von etwa 47.000 Mitarbeitenden weltweit. Weniger als ein Fünftel der Beschäftigten arbeitet in Deutschland. Der Vorstandsvorsitzende betont zwar die hohe Kundenbindung an Marken wie Persil und Schwarzkopf, doch die Marktbedingungen verschärfen sich zunehmend.
In den ersten neun Monaten 2023 sank der organische Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent. Während der Bereich Klebstofftechnologien leicht um 1,5 Prozent zulegte, brach Beauty Care mit einem Minus von 8,7 Prozent stark ein. Hauptgrund für den Rückgang waren geringere Absatzmengen angesichts der schwierigen Wirtschaftslage.
Die Krise trifft Henkel vor allem indirekt – vor allem durch höhere Ölpreise, die die Kosten für Rohstoffe, Lieferketten und Logistik in die Höhe treiben. Zulieferer und Transportunternehmen geben einen Teil dieser Mehrbelastungen mittlerweile an das Unternehmen weiter.
Um die steigenden Kosten auszugleichen, setzt Henkel auf die Stärken seiner Produkte, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Der Vorstandsvorsitzende warnt davor, diese Anpassungen hinauszuzögern, und betont die Notwendigkeit, schnell zu handeln. Gleichzeitig hofft das Unternehmen, dass sich der Konflikt, der die Krise befeuert, nicht bis zum Jahresende hinzieht.
Die finanzielle Performance von Henkel hat 2023 nachgelassen: Nachfrageeinbrüche und Kostensteigerungen setzen das Unternehmen unter Druck. Nun konzentriert sich der Konzern auf Produktqualität, um die notwendigen Preisanpassungen abzusichern. Wie sich diese Maßnahmen auswirken, hängt von der weiteren Marktentwicklung in den kommenden Monaten ab.






