Hamburg–Hannover: Drei Wochen Bahn-Vollsperrung für radikale Modernisierung
Elias LehmannHamburg–Hannover: Drei Wochen Bahn-Vollsperrung für radikale Modernisierung
Großangelegte Modernisierung einer der meistbefahrenen Bahnstrecken Deutschlands
Ab dem 1. Mai 2023 beginnt die DB InfraGO mit umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Strecke Hamburg–Hannover – ein zentraler Baustein der bundesweiten Infrastruktur-Offensive. Im Rahmen der Maßnahmen wird der gesamte 163 Kilometer lange Abschnitt im Sommer für mehr als drei Wochen komplett gesperrt.
Die erste Phase startet am 1. Mai 2023 mit der Vollsperrung des Teilstücks zwischen Celle und Hannover. Dies ist jedoch erst der Auftakt zu einem umfassenden Modernisierungsprogramm für die stark frequentierte Strecke, die derzeit mit bis zu 147 Prozent Auslastung betrieben wird.
Vom 14. Juni bis zum 10. Juli 2023 wird der gesamte Streckenverlauf für den Zugverkehr geschlossen. In dieser Zeit werden Fern- und Güterzüge über Ausweichrouten geleitet, während Pendler im Regionalverkehr auf zusätzliche S-Bahn-Verbindungen und Ersatzbusse ausweichen können.
Die Sanierungsarbeiten umfassen ein breites Spektrum an Verbesserungen: Gleise werden erneuert, Weichen modernisiert, Brücken instand gesetzt und Bahnhöfe saniert. Auch die Oberleitungen werden auf den neuesten Stand gebracht, um die Zuverlässigkeit des Betriebs zu erhöhen. Carmen Schwabl vom Landesnahverkehrsverbund Niedersachsen (LNVG) betonte die gute Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen bei der Bereitstellung von Ersatzverkehren – besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Verspätungen auf der Strecke Hamburg–Berlin.
Für 2029 ist bereits eine komplette Korridorsanierung der gesamten Strecke geplant.
Ziel der Maßnahmen ist es, die Überlastung zu verringern und die Effizienz auf dieser wichtigen Schienenverbindung nachhaltig zu steigern. Zwar müssen Fahrgäste und Güterverkehrsunternehmen vorübergehend mit Einschränkungen rechnen, langfristig werden die Modernisierungen jedoch die Leistungsfähigkeit der Strecke deutlich verbessern. Die Sommersperrung 2023 markiert die intensivste Phase des Projekts, bevor ab 2029 weitere Großbaustellen anstehen.






