Grüne kritisieren Mainzer Veranstaltungskoordination und fehlende Radumleitungen
Anna KrauseGrüne kritisieren Mainzer Veranstaltungskoordination und fehlende Radumleitungen
Die Grünen in der Mainzer Altstadt haben Kritik an der Art und Weise geübt, wie die Stadt die Koordination von Veranstaltungen handhabt. Sie vermuten, dass einige Veranstaltungen am Zentralen Veranstaltungskoordinationsbüro (ZVK) vorbeigesteuert werden. Zudem bemängelte die Partei das Fehlen von Fahrradumleitungen während mehrerer beliebter Großveranstaltungen.
Die Grünen beantragten offiziell eine Liste aller Altstadt-Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Sie wollten wissen, welche über das ZVK abgewickelt wurden und welche nicht. Bürgermeister und Stellvertreter Karsten Lange antwortete, die Erstellung einer solchen Liste sei schwierig. Als Grund nannte er das Fehlen eines systematischen Dokumentationsverfahrens.
Die Stadtverwaltung bestätigte später, dass große Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt, das Johannisnacht-Fest und der Rheinfrühling über das ZVK koordiniert wurden. Gleichzeitig stellte sie klar, dass das ZVK nicht für Fahrradumleitungen zuständig sei. Seine Aufgabe bestehe darin, Fachabteilungen einzubinden und zwischen Veranstaltenden und Behörden zu vermitteln.
Technische Entscheidungen, so die Verwaltung, lägen weiterhin bei den jeweiligen Ämtern. Diese seien über die Veranstaltungen informiert worden und für die Wahrnehmung ihrer eigenen Aufgaben verantwortlich.
Die Zuständigkeiten des ZVK sind nun deutlicher abgegrenzt: Es koordiniert bestimmte Veranstaltungen, übernimmt aber nicht die gesamte logistische Steuerung. Die Kritik der Grünen zeigt jedoch auf, dass es bei der Kommunikation und Bewältigung veranstaltungsbedingter Beeinträchtigungen – etwa bei Fahrradumleitungen – noch Lücken gibt.






