FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach historischer Wahlniederlage zurück
Jakob KrausFDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach historischer Wahlniederlage zurück
Daniela Schmitt, Landesvorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Rheinland-Pfalz, ist nach der schweren Niederlage ihrer Partei bei der Landtagswahl am 22. März von ihrem Amt zurückgetreten. Die FDP erreichte lediglich 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit die Fünf-Prozent-Hürde, die für den Einzug in den Landtag erforderlich ist. Es ist das zweite Mal seit 2011, dass die Partei nicht in das Landesparlament einzieht.
Schmitt hatte im April 2025 den Parteivorsitz in Rheinland-Pfalz von Volker Wissing übernommen. Ihre Ernennung folgte auf eine turbulente Phase, die von erbitterten internen Machtkämpfen und dem plötzlichen Tod des FDP-Justizministers Herbert Mertin geprägt war. Bevor sie in die Politik ging, arbeitete sie als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz und trat in ihren frühen Dreißigern der FDP bei.
Bei der Landtagswahl 2021 hatte Schmitt noch 5,5 Prozent der Stimmen geholt, wodurch die FDP an der SPD-Grünen-FDP-Koalitionsregierung beteiligt werden konnte. In der scheidenden Landesregierung fungierte sie als Ministerin für Wirtschaft und Verkehr. Doch bei der jüngsten Wahl brach die Unterstützung für die FDP dramatisch ein, während die CDU mit 31 Prozent stärkste Kraft wurde. Die SPD fiel auf 25,9 Prozent, die Grünen auf 7,9 Prozent, und die AfD legte deutlich auf 19,5 Prozent zu.
Schmitt kündigte an, bei der anstehenden Landesvertreterversammlung am 9. Mai nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Sie forderte die Wahl eines neuen Führungsteams, betonte jedoch, die FDP werde weiterhin eine klare liberale Stimme bleiben. Trotz des Rückschlags versprach sie, die Partei werde sich darum bemühen, das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler von außerhalb des Parlaments zurückzugewinnen.
Mit dem Ausscheiden der FDP aus dem Landtag endet nach fünf Jahren in der Koalition ihre Regierungsbeteiligung. Schmitts Rücktritt hinterlässt die Partei auf der Suche nach einer neuen Führung vor der Mai-Versammlung. Nun rückt der Wiederaufbau der Wählerunterstützung vor dem nächsten Wahlzyklus in den Fokus.






